Es hat sich nicht viel geändert auf dem Seller-Teller: Vier der fünf Titel sind seit Monaten Verkaufsschlager; hinzugekommen ist lediglich „Die Palette“ von Hubert Fichte. Die beiden literarischen Titel „umrahmen“ eine ganze Gruppe von Sachbüchern, die sich an das kritische Bewußtsein der Leser wenden: den großen Bruder anpeilend, wie Servan-Schreiber, der Zukunft zugewandt, wie Steinbuch, die Miseren der Gegenwart in der unbewältigten Vergangenheit aufspürend, wie Mitscherlich. Was die „Palette“ anlangt, so dürfte die Neugier nach dem nächtlichen Gammlertreiben hier die gleiche Rolle spielen wie die (konträre) Sehnsucht nach fiktiver Geborgenheit bei Thornton Wilders „Achtem Schöpfungstag“. H. K.