(So starb Adolf Hitler) AKTE NR. 12 über die gerichtsmedizinische Untersuchung der durch Feuer entstellten Leiche eines Mannes (vermutlich Hitlers Leiche) Berlin Buch, den 8. Mai 1945 Leichenschauhaus CAFS (Abkürzung für das Chirurgische Armeefeldlazarett) Nr. 496 Die Kommission, bestehend aus dem gerichtsmedizinischen Chefsachverständigen der 1. Weißruss. Front, Oberstleutnant des med. Dienstes Schkarawskij, F. J, dem Chefarzt für path. Anatomie der Roten Armee, Oberstleutnant des medizinischen Dienstes Krajewskij, N. A, dem amtierenden Chefarzt für path. Anatomie der 1. Weißrussischen Front, Major des medizinischen Dienstes Maranz, A. J, dem gerichtsmedizinischen Sachverständigen der 3. Stoßarmee, Major des medizinischen Dienstes Bogusslawskij, J. L, und dem Armeefacharzt für path. Anatomie der 5. Stoßarmee, Major des medizinischen Dienstes Guljkewitsch, J. W, hat auf Befehl des Mitgliedes des Kriegsrates der 1. Weißrussischen Front, Generalleutnant Telegins, vom 3. Mai 1945 die Leiche eines Mannes (vermutlich Hitlers Leiche) gerichtsmedizinisdi untersucht.

Bei der Untersuchung wurde festgestellt: A Äußerliche Untersuchung In einem Holzkasten ( 163 cm lang, 55 cm breit, 53 cm hoch) wurden die Überreste der durch Feuer entstellten Leiche eines Mannes eingeliefert. Auf der Leiche wurde ein an den Rändern verbranntes Stück gelben Strickstoffes gefunden,25 X8 cm groß, das mit einem Trikotagehemd Ähnlichkeit hat.

Da die Leiche erheblich beschädigt ist, läßt sich das Alter des Toten "schwer schätzen. Vermutlich lag das Alter etwa zwischen 50 und 60 Jahren. Der Tote ist 165 cm groß (die Messung ist ungenau, weil das Gewebe verkohlt ist), das rechte Schienbein 39 cm lang. Die Leiche ist stark verkohlt und riecht nach verbranntem Fleisch. Ein Teil des Schädeldaches fehlt.

1) Erhalten sind Teile des Hinterhauptbeines, des linken Schläfenbeines, die unteren Teile der Joch- und Nasenbeine sowie der Ober- und Unterkiefer. Die Verbrennungen sind an der rechten Schädelseite stärker als an der linken. In der Schädelkapsel sind Teile des durch Feuer beschädigten Gehirnes und der harten Gehirnhaut zu sehen. Am Gesicht und am Körper fehlt die Haut völlig; nur Oberreste der verkohlten Muskeln blieben erhalten. Am Nasenbein und an den Oberkieferknochen sind viele kleine Risse vorhanden. Die Zunge ist verkohlt, die Zungenspitze fest zwischen den Zähnnen des Ober- und Unterkiefers eingeklemmt. Im Oberkiefer sitzen 9 Zähne, die durch eine Brücke aus gelbem Metall (Gold) verbunden sind. Die Brücke ist durch Stifte am zweiten linken und am zweiten rechten Schneidezahn befestigt. Diese Brücke besteht aus 4 oberen Schneidezähnen (2 1 1 2), 2 Eckzähnen (3 3), dem linken ersten Backenzahn (4) und dem ersten und zweiten Backenzahn rechts (4 5), wie in der Skizze angegeben. Der linke erste Schneidezahn (1) stellt eine weiße Zahnplatte dar, mit Sprüngen und einem schwarzen Defekt im Porzellan unten. Diese Platte ist vorn an der sichtbaren Seite des Metall(Gold)zahnes eingearbeitet. Beim zweiten Schneidezahn, dem Eckzahn und dem Backenzahn links sowie beim ersten und zweiten Schneidezahn und dem ersten Backenzahn rechts handelt es sich um übliche Porzellanzahnplattsn, die in ihrem rückwärtigen Teil an der Brücke befestigt sind. Der rechte Eckzahn hat eine Vollkrone aus gelbem Metall (Gold). Die Oberkieferbrücke ist hinter dem zweiten (muß wohl heißen: ersten — D. Z ) Backenzahn links (4) senkrecht abgesägt.

Der Unterkiefer liegt frei in der angesengten Mundhöhle. Seine Alveolarfortsätze sind hinten abgebrochen und haben spitze Ränder. Die Knochenplatte des Unterkiefers ist an der vorderen Fläche und am unteren Rand angekohlt. An seiner vorderen Fläche sind angekohlte Spitzen der Zahnwurzeln zu erkennen. Der Unterkiefer besteht aus 15 Zähnen, 10 davon sind künstlich. Die Schneidezähne (2 1 1 2) und der erste rechte Backenzahn (4) sind natürlich, mit erheblich abgenutzten Kauflächen und erheblich freiliegenden Zahnhälsen. Der Zahnschmelz hat einen bläulichen Schimmer und ist am Zahnlials schmutziggelb. Die Zähne links (4, 5, 7 und 8) sind künstlich, aus gelbem Metall (Gold), und bilden eine Brücke aus Goldkronen, die an dem dritten, dem fünften (in der Brücke ist es der 6. Zahn) und dem achten (in der Brücke ist es der der 9 ) Zahn befestigt ist. Auf dem zweiten rechten Backenzahn (5) sitzt eine Krone aus gelbem Metall (Gold), die durch eine bogenförmige Platte mit dem rechten Eckzahn (3) verbunden ist. Ein Teil der Kaufläche und der hinteren Oberhälfte des rechten Eckzahnes ist mit einer Gelbmetall(Gold)platte der Brücke überdeckt. Der erste rechte Mahlzahn ist künstlich, weiß, und besitzt eine Goldverankerung, die mit der Brücke des zweiten kleinen Backenzahnes und des rechten Schneidezahnes verbunden ist. Im Munde wurden Glassplitter gefunden, Teile von der Wand und dem Boden einer dünnwandigen Ampulle.

Die Halsmuskeln sind verkohlt, die Rippen auf der rechten Seite fehlen, sind verbrannt. Die rechte Seite des Brustkorbes und des Bauches sind restlos verbrannt, durch die entstandene Öffnung kann man die rechte Lunge, die Leber und die Därme sehen. Das Geschlechtsglied ist angekohlt. Im Hodensack, der angesengt, aber erhalten ist, wurde nur die rechte Hode gefunden. Im Leistenkanal konnte die linke Hode nicht gefunden werden.

Der rechte Arm ist stark verbrannt, die Enden des Oberarmknochens und die Knochen des Unterarmes sind gebrochen und angekohlt. Die trockenen Muskeln sind schwarz und stellenweise braun, sie zerfallen bei Berührung in einzelne Fasern. Erhalten blieben Überreste des verbrannten Teiles (etwa s) vom linken Oberarm. Das freie Ende des Oberarmknochens ist verkohlt und tritt aus dem trockenen Gewebe hervor. Auch die beiden Beine sind verkohlt. Das weiche Gewebe ist an vielen Stellen nicht vorhanden; es ist verbrannt und abgefallen. Die Knochen sind zum Teil verbrannt und zerbrökkelt. Feststellbar sind eine Fraktur des rechten Oberschenkelknochens und des rechten Schienbeines. Der linke Fuß fehlt.