Feuerzeichen in den Pyrenäen: Das Baskenland im Nordwesten Spaniens steht anscheinend am Anfang eines neuen Unabhängigkeitskampfes gegen Madrid. Eine autonome Basken-Republik Euzkadi war zum letztenmal während des spanischen Bürgerkrieges ausgerufen worden, doch machten ihr die Truppen Francos schon 1937 den Garaus. Aber die baskische Untergrundorganisation E. T. A. gab sich in den folgenden dreißig Jahren, nie geschlagen.

Die Lage spitzte sich zu, als Anfang dieses Monats der spanische Geheimpolizeioffizier Manzanas im Kugelhagel eines E.-T.-A.-Attentäters zusammenbrach. Sofort verhängte das Franco-Regime den Ausnahmezustand; mehr als hundert Verdächtige wurden verhaftet. Etwa fünfzehn junge katholische Priester aus dem Baskenland wurden außerhalb ihrer Heimat eingekerkert. Der Klerus ist entschiedener Verfechter der Autonomiebestrebungen.

Die jungen Mitglieder der E. T. A. wollen jetzt eine Revolution nach dem Vorbild der Kubaner entfesseln. Den nächsten Schlag planen sie für den 18. August, wenn Franco seine Sommerresidenz San Sebastian aufsucht.