Israel kam über Nacht in den Besitz von zwei Düsenjägern des sowjetischen Typs Mig 17. Zwei syrische Piloten „verfranzten“ sich am Montagmorgen über israelisches Gebiet und wurden dort zur Landung gezwungen. Ob sich die Piloten tatsächlich verflogen oder durch Funkspiele irregeleitet wurden, bleibt fraglich.

In Tel Aviv war zu hören, möglicherweise bestehe ein Zusammenhang mit der Entführung des israelischen Verkehrsflugzeuges nach Algier, das dort immer noch mitsamt vierzehn Insassen festgehalten wird. Die israelische Regierung hatte den Algeriern ernste Konsequenzen angedroht, falls sie nicht bald Maschine und Besatzung freigäbe. Ein Tauschgeschäft hatte zuvor der Irak vorgeschlagen, dem vor Jahren in Israel eine moderne Mig 21 abhanden gekommen war.

Inzwischen haben die Piloten mehrerer europäischer Fluggesellschaften, darunter Air France und Alitalia, einen Boykott gegen Algerien beschlossen. Sie wollen solange nicht mehr Algier anfliegen, bis die israelischen Gefangenen freigelassen werden. Seit Mittwochfrüh war die Hauptverbindung zwischen Algerien und Europa unterbrochen.