Die Kaufhof AG knüpft an eine bereits seit längerem geübte – und offenbar bewährte Tradition an und zeigt gegenwärtig in den Schaufenstern ihrer Dortmunder Zweigniederlassung Nagel-Plastiken des bekannten Zero-Künstlers G. Uecker zusammen mit modernen Einrichtungsgegenständen: „Die Verbindung von Kunst und Konsum in den Schaufenstern eines Warenhauses ist ein neuer Weg und bietet nach unserer Meinung eine gute Basis, die Bürger mit den Erscheinungen der heutigen Kunst vertraut zu machen.“

Bei „knappster Kalkulation“ will es die Galerie im Hause Behr, eine Dependance des Stuttgarter Einrichtungshauses Behr, schaffen, zwölf Serigraphen von zwölf jungen Künstlern in einer Auflage von 135 Stück zum Preis von 25 Mark je Blatt auf den Markt zu bringen. Hergestellt werden die Blätter von der Siebdruckerei Dornberger in Bonlanden. Dem Verkauf geht eine Graphik-Ausstellung unter dem Titel „25.00“ voraus, die Arbeiten der in der Edition vertretenen Künstler zeigt.

Von den zur Restfinanzierung des aufwendigen documenta-Projekts der beiden Hamburger Kunststudenten Geldmacher und Mariotti aufgelegten einhundert „GM-Aktien“ konnten bereits über ein Drittel placiert werden. Die Aktien werden – zum Preis von 200 Mark – zusammen mit einem Objekt angeboten, das einem Detail des documenta-Projekts entspricht und zugleich eine anteilige Beteiligung am Verkaufserlös dieses Projekts symbolisiert. Geldmacher und Mariotti hoffen ihr Kunstwerk für 200 000 Mark loszuwerden.

Die Kölner Galerie Ricke, die während der Dauer der documenta eine Filiale in Kassel unterhält, zeigt dort erstmalig in Deutschland eine neue Serie von Farblithographien des Amerikaners Robert Rauschenberg „Bonnie and Clyde“ in einer Auflage zwischen 34 und 72 Exemplaren zu Preisen zwischen 900 und 1300 Mark je Blatt.