1s "außerordentlich begrüßenswert" empfindet die Raiffeisen- und Volksbanken Versicherungsgruppe, Wiesbaden, nach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Dr. Karl Wessel die beabsichtigte Fusion der Raiffeisen- und Volksbanken GenOSsenschaften, wie sie auch jede Kooperationsbestrebung im genossenschaftlichen Sektor unterstützt. Die Zusammenarbeit der Gruppe im Bank, Versicherungs- und Bauspargeschäft war denn auch der Trumpf für 1967, auf den man die guten Erfolge zurückführt: Die stetige Aufwärtsentwicklung hielt auch im Rezessioasjahr an, so daß die Gruppe im Branchenvergleich überdurchschnittliche Ergebnisse erzielte. Die Unternehmensleitung ist auf der Suche nach neuen Wegen der Zusammenarbeit. So wurden Gespräche geführt mit der Deutschen Genossenschaftskasse, der Deutschen GenossenschaftsHypothekenbank sowie der Bausparkasse Schwäbisch Hall mit dem Ziel, gemeinsam einen Immobilienfonds zu gründen. Dagegen hat der Vorstand in der Frage eines Investmentfonds "noch keine Meinung". Fest stehe lediglich, daß die Gruppe keinesfalls ihren Außendienst zum Vertrieb von Investmentanteilen zur Verfügung stellen wird. Dabei mag wohl die Furcht mitspielen, daß man die Anlageentscheidungen der Lebensversicherung — ähnlich wie bei Investmentgesellschaften vorgesehen — stärker beachtet und entsprechend gewertet werden.

Mit "vornehmer" Zurückhaltung begegnet man den Vorstellungen des HUK Verbandes über eine Beitragserhöhung in der Kfz Versicherung. Man verweist lediglich darauf, daß die Unfallquote steigt — ohne jedoch zu dieser Bemerkung die Einschränkung zu vergessen, möglicherweise liege das auch zu einem beachtlichen Teil an der gegenwärtigen Urlaubssaison.

Die günstige Entwicklung der Gruppe in den letzten Jahren kommt u a in ihrem Rang unter den deutschen Versicherungsunternehmen zum Ausdruck. Dem Schadenversicherer gelang seit 1950 ein Aufstieg vom 25 auf den 10. Platz. Innerhalb der letzten acht Jahre rückte der Lebensversicherer von der 23 auf die 11. Stelle. Die Raiffeisen- und Volksbanken Versicherung Allgemeine Versicherungs AG erreichte nicht ganz die Vorjahresergebnisse. Das ist mit darauf zurückzuführen, daß der Bestand des niederländischen Geschäfts (etwa 3 Millionen Mark) auf die N V. Verzekering Mij. Saturnus übertragen wurde. Die Beitragseinnahmen stiegen um rund 17 (8 5) Prozent. Die Ausdehnung des Geschäfts zeigte sich nicht nur in der Erhöhung der Bilanzsumme, sondern auch einer Verstärkung der Vermögensanlagen. Die Rücklagen wurden um 5 auf 46 bei einem Grundkapital von 9 Millionen Mark erhöht.

Gutes Neugeschäft erreichte die Raiffeisenund Volksbanken Versicherung Lebensversicherungs Geseilschaft AG mit einer Steigerungssumme von 6 Prozent gegenüber einem Bundesdurchschnitt von 1 8 Prozent. Der Versicherungsbestand ist per Ende Juni 1968 weiter auf über 4 5 Milliarden Mark Versicherungssumme angewachsen, bke