Am Sonnabend gelang französischen Wissenschaftlern nach jahrelangen Versuchen endlich die Zündung einer Wasserstoffbombe. Ungeachtet massiver Proteste mehrerer Pazifik-Staaten gegen die Explosion auf einem Atoll bei Tahiti, feierte Staatschef de Gaulle die Explosion der Zwei-Megatonnen-Bombe als einen großartigen wissenschaftlichen, technischen und industriellen Erfolg für die Unabhängigkeit und Sicherheit Frankreichs.

Damit ist Frankreich, acht Jahre nach Zündung seiner ersten Atombombe, als fünfte Nation der Welt, in den H-Bomben-Klub eingetreten (Eintritt der USA: 31. Oktober 1952, der UdSSR: 12. August 1953; Englands: 17. Mai 1957). Die drei ersten unterzeichneten am 25. Juli 1963 den Atomwaffenteststopp-Vertrag, dem Frankreich und die Volksrepublik China fernblieben. Im Wettrennen mit den französischen Wissenschaftlern waren die Chinesen schneller: Sie zündeten bereits am 17. Juni 1967 eine Wasserstoffbombe.