Am 21. April 1967 ließ das griechische Militärregime den neunundfünfzigjährigen Dichter Janis Ritsos verhaften und in das Konzentrationslager auf der Insel Jaros, später auf das der Insel Leros deportieren. Alle internationalen Proteste haben seine Freilassung nicht bewirkt. Jetzt wurde gemeldet, Ritsos sei schwer an Krebs erkrankt. Ingeborg Bachmann, Max Frisch und Günter Grass richteten daraufhin folgendes Telegramm an den griechischen Ministerpräsidenten Papadopoulos: „Bestürzt von der Nachricht über die schwere Erkrankung von Jannnis Ritsos bitten wir Sie im Namen vieler österreichischer, schweizerischer und deutscher Autoren, dem griechischen Dichter die Rückkehr zu seiner Familie und die ärztliche Hilfe durch seine Frau zu gestatten und ihm, wenn er es wünscht, die Ausreise zu gewähren. Die Unterzeichner möchten alles tun, um Jannis Ritsos die notwendige Pflege zu ermöglichen.“ Verfolgt das Regime in Athen auch Kranke?

JANNIS RITSOS:

Gleich was es ist, hier werde ich bleiben –

flüsterte er.

Das Meer ist breit, die Steine

wechseln zu jeder Stunde ihre Farbe.

Wenn du ins Wasser schaust, kurz nach der