Georg Friedrich Händel: „Deborah“, Oratorium in drei Teilen; Stoklassa, Melzer, Ostenburg, Jelden, Patzschke, Schwarzer, Martens, Chor der St.-Jacobi-Kantorei, Göttingen, Rundfunkorchester Hannover des NDR, Leitung: Günther Weißenborn; Bärenreiter-Musicaphon BM 30 SK 1341/42, 50,– DM

Händel hat zwölf große Oratorien geschrieben, doch nur der „Messias“ ist wirklich bekannt geworden. Das ist nicht gerechtfertigt. Die Geschichte der israelitischen Priesterin Deborah, die ihr Volk zum Befreiungskampf aufruft, ist dramatisch weitaus gespannter und musikalisch konzentrierter, die Chöre der Israeliten und Baalpriester stehen im Zentrum des Geschehens. Ohne Mängel ist die Wiedergabe von den Göttinger Händelfestspielen 1967.

„Virtuose Gesellschaftsmusik für Harfe und Violoncello“ (Duport – Romberg – Spohr); Helga und Klaus Storck; Teldec SLT 43 109, 25,– DM

Hier wird klangliches Raffinement geboten: Lieblich klingen die Harfentöne im Ohr, und das Cello verliert in dieser Kombination alles Schwerfällige. So gewinnt man Freude aij Stücken, die in einem Duo von Klavier und Cello leicht fade klingen.

Gustav Mahler: „Das klagende Lied“; Reynolds, Zylis-Gara, Kaposy, The Ambrosian Singers, das Neue Philharmonia Orchester London, Leitung: Wyn Morris; Electrola SME 91 669, 25,– DM

Die erste Stereo-Aufnahme von Mahlers Jugendwerk. In ihm tauchen schon alle charakteristischen Merkmale auf, die man an den späteren Werken schätzt: die innige Verschmelzung von Wort und Ton, die eigenwillige Sprache des Orchesters.

André Jovilet: „Suite en Concert pour Flöte et percussion“, „Concerto pour flûte et orchestre à cordes“, „Cinq incantations“; Rampal, Casadesus, Drouet, Masson, François, Orchestre des Concerts Lamoureux, Leitung: André Jolivet; Erato STU 70 332, 25,– DM