Jan Muzik, ein junger tschechoslowakischer Diplomat, trat unversehens ins Rampenlicht des Weltsicherheitsrates, als er in Vertretung des abwesenden Prager UN-Botschafters das sowjetische Vorgehen gegen sein Volk anprangern mußte.

Constantin Oancea, rumänischer Botschafter in Bonn, sah sich während eines Empfangs zum Nationalfeiertag seines Landes einem ungewöhnlich starken Andrang westdeutscher Prominenz gegenüber, die ihm wegen der sowjetischen Pressionen gegen Bukarest ihre Anteilnahme bezeigen wollte.

Maxim Litwinow, junger Chemiker und Enkel des einstigen Außenministers der Stalinzeit, wurde zusammen mit vier Freunden am Sonntag in Moskau verhaftet, als er gegen die Intervention in der ČSSR demonstrieren wollte.

Indira Gandhi, die indische Ministerpräsidentin, schlidderte in eine Regierungskrise, weil sich Indien in der CSSR-Debatte des Weltsicherheitsrats nicht entschließen konnte, die Sowjetunion zu verurteilen.

Robert Havemann, liberal denkender und protestfreudiger Professor in Ostberlin, erklärte sich „weitgehend“ mit jenen westeuropäischen Kommunisten solidarisch, die den Einmarsch in die ČSSR gebrandmarkt hatten.

Miki Theodorakis, griechischer Komponist und Kommunist, wurde auf Anordnung der griechischen Militärregierung in ein abgelegenes Dorf auf dem Peloponnes verbannt.