Im ersten Halbjahr 1968 verschoben sich die Relationen zwischen den Devisenbeständen der großen Industrienationen, in denen sich die wirtschaftliche Stärke der Länder spiegelt, beträchtlich. Der große Verlierer war Frankreich. Im vorigen Jahr waren die Franzosen noch stark genug um zu versuchen, den Dollar zu Fall zu bringen. Jetzt ist für Frankreich der Traum von der währungspolitischen Vormachtstellung vorerst beendet. Zu den Gewinnern zählt in erster Linie Deutschland. Die Devisenvorräte der Deutschen Bundesbank haben eine Rekordhöhe erreicht, und alle Anzeichen sprechen dafür, daß sich bis zum Jahresende die Situation noch weiter verbessern wird.