Die Ostkontakte und die Erweiterung der innerbetrieblichen Mitbestimmung waren die dominierenden Themen auf dem 9. Gewerkschaftstag der Industriegewerkschaft Metall in München.

Die Delegierten forderten den Bundestag auf, die Gesetzesvorschläge des DGB zur qualifizierten Mitbestimmung, die gegenwärtig nur im Montanbereich verwirklicht ist, noch in dieser Legislaturperiode zu behandeln und zu verabschieden. In den Empfehlungen zur Sozialpolitik wird die Aufhebung der Pflichtgrenze in der Angestelltenversicherung gefordert. Ferner setzten sich die Delegierten für die Lohnfortzahlung für kranke Arbeiter und für eine Altersrente in Höhe von 75 Prozent des Arbeitsentgelts ein.

In der Frage der Ostkontakte konnte sich der Vorsitzende Otto Brenner, den die Delegierten in seinem Amt bestätigten, gegen seine Widersacher durchsetzen. Mit großer Mehrheit beschlossen die Delegierten eine Unterbrechung der Kontakte zu den an der Besetzung der ČSSR beteiligten Ländern für die Dauer der Okkupation.