Der Autoexperte Fritz B. Busch fordert im Stern: „Wer auf einen stark motorisierten Wagen umsteigt, lebt solange gefährlich, bis er sich ganz an die Kraft dieses Autos herangetastet hat. Manche kaufen sich auf Grund ihres Geldes einen Wagen, den sie auf Grund ihrer Fähigkeiten gar nicht beherrschen. Diese Wagen lenken sich nicht nur mit dem Lenkrad, sondern ebenso mit dem Gaspedal. Das Vernünftigste wäre eine Sonderprüfung und ein Zusatzführerschein für schnelle Wagen.“

Volle Straßen

In der Bundesrepublik kommen auf einen Straßenkilometer 28,7 Autos, in Frankreich nur 16,6. Dazu kommt, daß jeder Bundesdeutsche 16 500 Kilometer im Jahr fährt, jeder Franzose nur 9500 Kilometer. Kein Wunder, daß das Verkehrsgedränge bei uns soviel stärker ist als im Nachbarland.

Von City zu City

Die Bundesbahn hebt zu Beginn des Winterfahrplanes (27. September) ihr jüngstes Kind aus der Taufe: Intercity-Züge. Mit dem neuen Zugtyp will sich die Bundesbahn gegen die Konkurrenz von Auto und Flugzeug behaupten. Die Intercity-Züge bieten schnelle und luxuriöse (nur 1. Klasse) Verbindungen zwischen wichtigen Städten Deutschlands. Die Fahrpläne wurden nach Möglichkeit so gelegt, daß der Bahnreisende an einem Tag zum Zielort und wieder zurück fahren kann (zum Beispiel von Himburg nach Köln: Abfahrt morgens um neun Uhr, zurück in Hamburg um 20.50). Weitere Insercity-Verbindungen: Hannover–Frankfurt und Frankfurt–München.

Erhebliche Fahrzeitverkürzungen bietet die Bundesbahn außerdem auf zahlreichen anderen Stiecken durch den Abschluß der Elektrifizierung auf den Strecken vom Ruhrgebiet nach Hannover, Bremen und Hamburg. Als neuer Expreßzug wird der „Hansa-Expreß“ zwischen Hamburg und Kopenhagen verkehren.

Gemeinsam erforschen