China feierte einen „großen Sieg“. Nach drei Jahren Kulturrevolution haben sich auch die beiden letzten der 26 chinesischen Provinzen dem „Großen Vorsitzenden“ Mao gebeugt: In Singkiang und Tibet wurden Revolutionskomitees gebildet.

Die Pekinger „Volkszeitung“ kündigte freilich an, noch sei der Kampf gegen Schao-tschi („Chinas Chruschtschow“) und dessen Anhänger nicht zu Ende. Die nächste Phase der Kulturrevolution gelte der Konsolidierung der Revolutionskomitees – durch „Kampf, Kritik und Transformation

In der Tat – Singkiang, in dem China seine Atomtests durchführt, und das erst 1950 gewaltsam unterworfene Tibet sind anfällige Grenzprovinzen, aus denen noch kürzlich Unruhen gemeldet wurden. Jetzt haben dort – wie in vielen anderen Provinzen – Armeeführer die Macht ergriffen.