Es ist 23 Uhr 12. Vor dem Kino parken neun Wagen. Ich mache mich an den ersten heran und strecke gerade meinen Arm durch den Fensterspalt. Da schiebt mich plötzlich einer beiseite und sagt: „Den habe ich mir schon ausgesucht, nimm du den letzten.“ Auf dem Rücksitz liegt eine Reisetasche aus Kuhleder.

Die Straße führt an einem Park vorbei. Hinter der Gardine einer Bedürfnisanstalt steht ein zugedeckter Vogelbauer. In diesem Park soll ein Sittlichkeitsverbrecher längere Zeit sein Unwesen getrieben haben. Die Polizei erklärte damals, sie werde den Park nachts im Auge behalten. Ich höre Schritte. Es ist eine Frau. Ich versperre ihr den Weg. „Sind Sie von der Polizei?“ fragt sie. Ich reiße ihr die Handtasche vom Arm. Sie stammelt etwas. Ich sage: „Rufen Sie doch um Hilfe.“ Sie läuft weg. Die Handtasche werfe ich ihr nach.

Es ist gleich Mitternacht. Ich blicke in das Loch der Ladenscheibe eines Radio- und Fernsehgeschäftes. Sie ist mit einem Stein zertrümmert worden. Ich gehe ins nächste Lokal. Die Theke ist besetzt. Ein Mann sagt: „Drängen Sie sich nicht vor.“

„Wissen Sie vielleicht, wo das nächste Polizeirevier ist?“

„Deshalb brauchen Sie sich noch lange nicht vorzudrängen.“

„In dem Radioladen ist eingebrochen worden.“

Der Mann fragt den Wirt, wo die nächste Polizeiwache ist. „Das mußt du doch wissen, sagt der Wirt.“ Der Mann dreht mir den Rücken zu und fängt an zu lachen.