Ein Diamantenhändler und Kunstfreund aus Antwerpen zahlte dem jungen Düsseldorfer Aktions-Künstler, Jörg Immendorff, bare 6000 Mark für einen Goldfisch, der als „Arbeitselement“ bei einem Happening gedient hatte und in der Werkstatt des Künstlers nach wie vor zu besichtigen ist. Merke: Wahrhaft progressive Sammler erwerben Kunstwerke nicht mehr, um sie zu besitzen.

Im „Vice“-Versand des Werkzeugfabrikanten und Kunst (versand) förderers Wolfgang Feelisch (Remscheid, Fichtenstraße 63) ist ein charakteristisches Objekt von Joseph Beuys, ein signierter Holzkasten mit der Inschrift „Intuition“, erschienen, der in unbegrenzter Auflage hergestellt werden soll. Zum Preis von 8 Mark.

Eine Mappe mit 8 numerierten und signierten Graphiken der Hamburger Künstler Bruni, Dizi, Glasmacher, Kleinhammer, Laux, Mitzka, Nöfer und Oppermann ist in einer Auflage von 100 Exemplaren zum Preis von 200 Mark erschienen – als erstes Projekt von „Co-op“, eines Versuchs, Graphik und multiplizierte Objekte „direkt an den Interessenten zu bringen“ – unter Ausschluß des Kunsthandels. Zu beziehen über Mitzka, Hamburg 22, Lerchenfeld 2.

Als neuntes Objekt in der Edition der Berliner Galerie René Block wird ein von der Firma Poro-Plast aus Schaumstoff und Plexiglas in 3 Farben hergestellter „Doppelfinger“ von Lambert M. Wintersberger in drei verschiedenen Versionen in einer Auflage von jeweils 12 Exemplaren zu einem Subskriptionspreis (bis 10. 10.) von 480 Mark angeboten. Danach 640 Mark.