Am 30. März 1969 wird die „Hamburg“ als modernstes deutsches Passagierschiff zu ihrer Jungfernreise auslaufen. Der neue Star der Deutschen Atlantik Linie wird gleich mit zwei Gala-Kreuzfahrten nach Westafrika und Südamerika seine Karriere beginnen („Es sind zwei Eröffnungs-Gala-Reisen“). Anschließend soll die „Hamburg“ bis zum Herbst in europäischen Gewässern kreuzen. Im Winter wird sie dann in der Karibischen See dem amerikanischen Publikum vorgestellt.

Ursprünglich sollte die „Hamburg“ nicht nur auf Kreuzfahrten, sondern auch im Nordatlantikverkehr eingesetzt werden. Doch das Bündnis des Norddeutschen Lloyd mit der Deutschen Atlantik Linie (DAL) hat sich schon nach knapp einem Jahr wieder zerschlagen. Gleichzeitig damit hat die DAL den Atlantikdienst aufgegeben und schickt die „Hamburg“ und auch die „Hanseatic“ nur noch auf Kreuzfahrten.

Auf Kreuzfahrten nimmt die Hamburg in 319 Kabinen auf drei Wohndecks insgesamt 660 Passagiere auf (Besatzung 400 Personen). Das Schiff bietet für Amüsement und Zerstreuung ein Hallenbad und ein offenes Schwimmbad, Grillraum, Bars und ein Theater. Alle Kabinen haben Vollbad, Radio, Telephon und regulierbare Klimaanlage. Für anspruchsvolle Gäste gibt es 20 Luxusappartements für jeweils zwei Personen auf dem Orion-Deck. Auf den Gala-Kreuzfahrten kosten diese teuersten Plätze 11 250 Mark pro Person (mindestens 5300 Mark). R. D.