Von Friedel Schirm er

In Bonn hat dieser Tage Friedel Schirmer die „Empfehlungen zur Sportförderung in Städten, Gemeinden und Landkreisen“ vorgelegt. Sie stützen sich auf die 1964 verabschiedeten „Leitsätze zur Förderung von Leibeserziehung und Sport“ der SPD. Schirmer, der Öffentlichkeit als Trainer der deutschen Zehnkämpfer für die Olympischen Spiele in Mexiko bekannt, ist Vorsitzender des SPD-Sportbeirates und Sportreferent der Landesregierung Nordrhein-Westfalen.

Bei der Gliederung der Sportförderungsempfehlungen ließen wir uns davon leiten, daß es sachlich geboten und finanziell für anzustrebende niedrige Bau- und Unterhaltungskosten zweckmäßig ist, wenn interessierte und zuständige Dienststellen durch Dienstanweisungen angehalten werden, Sportanlagen und Bäder gemeinsam zu planen, zu errichten, zu verwalten und zu unterhalten. Dabei ist schon frühzeitig anzustreben, die Interessen der Schulen und Vereine abzustimmen. Das diesen Erfordernissen entsprechende Raum- und Flächenprogramm soll für die Sportstätten und Bäder, deren richtige Lage der Zuordnung, Größe und Ausstattung sichern.

Die Maßnahmen der Verwaltung und die Tätigkeit des Rates wie der Ausschüsse sind zweckbezogen zu ordnen. Für den Bau und für die Verwaltung dieser Einrichtungen werden den Erfordernissen entsprechende, praktisch bewährte Hinweise gegeben. Damit soll erreicht werden, daß diese Anlagen bis zur Grenze ihrer Belastungsfähigkeit zu benutzen sind. Als Maßstab ist gesetzt, daß möglichst viele Bürger die Einrichtungen zur selben Zeit benutzen. Dafür wird ein einfaches, leicht zu praktizierendes und sicher funktionierendes Verfahren vorgeschlagen.

Eigentümer der Sportstätten und Bäder sind in der Regel die Städte und Gemeinden. Unterschiedlich nach den in Bundesländern gesetzten Zielen und bisherigen Gepflogenheiten sind aber auch Vereine und freie Träger die Eigentümer von Sportstätten. Erfreulich zunehmend beteiligen sich an der Förderung des Sports auch Gemeinden, Ämter und Landkreise; das geschah meist ohne staatliche Verpflichtung. Dafür ist allen Beteiligten Anerkennung und Dank zu sagen.

Um den optimalen Erfolg der Bemühungen zur Sportförderung zu erreichen, regt die SPD konkret an, die Aufgaben und Interessen der beteiligten Gemeinden und Kreise abzustimmen. Schulsportplätze, Sportanlagen und Bäder sollen raumordnerisch und strukturell richtig eingeordnet werden. In der Einzelplanung sollen alle neuen Erkenntnisse und Erfordernisse berücksichtigtwerden, damit die optimale Nutzungsmöglichkeit erreichbar ist. Das gilt für die Bauausführung, Übergabe, Kontrolle und Pflege der Einrichtungen.

Nach gründlichen Vorarbeiten wird in diesen Grundsätzen aufgezeigt