In den 22 Jahren seit der Neugründung des Rowohlt Verlages wurden mit insgesamt 10,66 Millionen Büchern fast doppelt soviel Exemplare auf den Markt gebracht, wie in den 35 Jahren, die von der ersten Gründung 1908 bis zur Schließung im Jahre 1943 produziert wurden. Von der Nachkriegsproduktion entfielen 556 Bücher auf Erstauflagen mit 4,51 Millionen Exemplare und 469 auf Nachauflagen mit 6,15 Millionen Exemplare.

Nach dem Kriege wurde das Unternehmen, das mit einem Umsatz von einer Million Reichsmark zu den Großen der Branche zählte, mit bescheidenen 100 000 Reichsmark Kapital wiedergegründet. Ganze 13 Titel erschienen 1946. Sechs Jahre später – 1952 – wurde bereits ein Umsatz von 3,6 Millionen Mark erreicht.

1953 erfolgte der große Durchbruch. Damals wurde Rowohlt Taschenbuch-Verlag GmbH als 100prozentige Tochtergesellschaft der Rowohlt Verlag GmbH gegründet. Schon 1955 überrundete die Tochter den Umsatz der Mutter. Im letzten Jahr entfielen von dem Umsatz der Verlagsgruppe in Höhe von 18,53 Millionen Mark 10,11 auf die Tochter- und 8,42 Millionen auf die Mutter-Gesellschaft. Mit dem steigenden Umsatz hielt das Lizenzgeschäft Schritt. Es erbrachte 1960 erst 0,7 Millionen, 1967 bereits 1,4 Millionen Mark. Ob allerdings die Erträge mit dieser Entwicklung gewachsen sind, teilt der Verlag, der als GmbH nicht publizitätspflichtig ist, nicht mit.

Heute gliedert sich die Rowohlt-Gruppe in die Rowohlt Verlag GmbH, deren Stammkapital von 60 000 auf 1,2 Millionen Mark aufgestockt wurde, an dem Heinrich Marie Ledig Rowohlt mit 51 Prozent und Harry Rowohlt mit 49 Prozent beteiligt sind, die Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, an deren Stammkapital von 22 Millionen Mark der Rowohlt Verlag mit 67 Prozent und Time Inc. mit 33 Prozent beteiligt sind, und die Druckerei Clausen & Bosse KG, von deren Gesellschaftskapital der Taschenbuchverlag 66,6 Prozent besitzt. mh.