Geigy: Hohe Zuwachsrate

Wie in der Bundesrepublik hat auch die chemische Industrie der Schweiz im ersten Halbjahr 1968 hohe Umsatzsteigerungen zu verzeichnen. Die Ausfuhr nahm um 11,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Franken zu, so daß die Chemie einen Anteil von 21,6 Prozent an der schweizerischen Gesamtausfuhr hat. Eines der großen schweizerischen Chemie-Unternehmen, I. R. Geigy AG., Basel, erzielte eine Umsatzzunahme, die einer Jahresrate von 17 Prozent entspricht. Besonders hohe Absatzsteigerungen erreichte das Unternehmen in der Bundesrepublik und den Niederlanden.

Industriekreditbank: Mehr Kredite

Gegenüber dem vorletzten Geschäftsjahr haben sich die Kreditbewilligungen der Industriekreditbank AG, Düsseldorf im Geschäftsjahr 1967/68 (31. 3.) von 285 auf 498 Millionen Mark fast verdoppelt. Die langfristigen Ausleihungen des Institutes, die im Vorjahr stagnierten, sind damit auf 2,23 Milliarden Mark gestiegen. Während sich die Mittelbeschaffung 1966/67 auf die Ausgabe von Kassenobligationen beschränkte, wurden im Berichtsjahr wieder zwei Anleihen von zusammen 120 Millionen Mark emittiert. Auf 42 Millionen Mark Aktien der Gruppe A werden wieder 10 Prozent, auf 36 Millionen Aktien der Gruppe B wieder 5 Prozent Dividende verteilt.

Lastenausgleichsbank: Mehr vorfinanziert

Die bessere Lage auf dem Kapitalmarkt im Jahre 1967 hat es der Lastenausgleichsbank (Bank für Vertriebene und Geschädigte), Bad Godesberg, ermöglicht, in wieder größerem Rahmen Mittel für die Vorfinanzierung des Lastenausgleichs, daneben aber auch Mittel für das Eigenkreditgeschäft aufzunehmen, so daß die für einige Kreditprogramme verhängte Antragssperre im März 1967 aufgehoben werden konnte. Insgesamt hat die Bank seit 1953 zur Vorfinanzierung des Lastenausgleichs rund 4,5 Milliarden Mark am Kapitalmarkt beschafft und dem Ausgleichsfonds als Darlehen zur Verfügung gestellt. Auf das Grundkapital von 25 Millionen Mark wurde eine Dividende von 4 Prozent ausgeschüttet.