Von Hans Lemberg

Zweimal innerhalb von dreißig Jahren sind fremde Truppen über die Tschechoslowakei hergefallen. Wiewohl man den Vergleich zwischen 1938/39 und 1968 nicht allzu schematisch anstellen darf, kann doch die Lektüre einiger Bücher, die in letzter Zeit dem Thema „München 1938“ gewidmet worden sind, bei der Deutung der gegenwärtigen Vorgänge in der Tschechoslowakei behilflich sein; gleichzeitig vermag die Anschauung unserer Tage jene Ereignisse verstehen zu helfen:

Keith Robbins: „Munich 1938“; Cassell, London, 1968; 398 Seiten, 55 sh

Jacques Benoist-Méchin: „Am Rande des Krieges 1938. Die Sudetenkrise“ (Übersetzung von: „Histoire de l’Armée allemande, vol. 5, Les epreuves de force 1938“); Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg und Hamburg; 381 Seiten, 29,50 DM

„Ursachen und Folgen. Eine Urkunden- und Dokumentensammlung zur Zeitgeschichte“; Bd. 12: „Das sudetendeutsche Problem. Das Abkommen von München und die Haltung der Großmächte“; hersgg. v. H. Michaelis, E. Schaepler, G. Scheel; Dokumenten-Verlag Herbert Wendler u. Co., Berlin; 640 Seiten, 36,– DM

„Dokumente zur sudetendeutschen Frage 1916 bis 1967“; hersgg. im Auftrag der Ackermann-Gemeinde von Ernst Nittner; München, 1967; 583 Seiten, 21,– DM

„Das Abkommen von München 1938. Tschechoslowakische diplomatische Dokumente 1937–1939“; hersgg. von Václav Kral; Verlag Academia, Prag 1968; 369 Seiten