Sehr sehenswert:

„Der Angriff der leichten Brigade“, von Tony Richardson. Ein Film wie ein naives Schlachtengemälde, ein Zinnsoldatenspiel, pompös und lächerlich, ein Ausstattungsfilm fast ohne Naheinstellungen, vor allem aber ein Film von Tony Richardson, der sich schon immer darauf verstand, Stilbrüche so zu häufen, daß sie sich zu einem Spiel mit den vorgefaßten Ansichten des Zuschauers zusammensetzen. Der tapfere Reiter, dessen Geschichte Tony Richardson erzählt, lehnt sich gegen seine Vorgesetzten auf und spricht von der Sinnlosigkeit der millitärischen Erziehung und des Krieges, aber es stellt sich heraus, daß er nur von einem besseren Drill und erfolgreicheren Kriegen träumt, von besseren Soldaten, von entschlossenen Angriffen als dem der leichten Brigade, die sich nach tagelangem Warten im falschen Augenblick den russischen Kanonen stellt. Düpiert werden also auch die Zuschauer, die von Tony Richardson ein klares Wort nicht nur gegen seinen Sandkastenkrieg, sondern gegen den Krieg überhaupt erwarten; über das brave Engagement, das dem Zuschauer gestattet, sich zusammen mit dem Autor brav fühlen zu dürfen, geht Tony Richardson virtuos und komisch hinaus.

„2001: Odyssee im Weltraum“, von Stanley Kubrick. „Die Braut trug Schwarz“, von François Truffaut. „Der eiskalte Engel“, von Jean-Pierre Melville.

Wieder im Kino: „Der Mann, der Liberty Valance erschoß“, von John Ford. „Vera Cruz“, von Robert Aldrich. „Lola Montez“, von Max Ophüls. „Der verrückte Professor“, von Jerry Lewis. „Tote schlafen fest“, von Howard Hawks.

Im Fernsehen: „Tiger-Hai“, von Howard Hawks. Das Deutsche Fernsehen sendet den 1932 entstandenen Film, der die Geschichte des Fischers Mike Mascarenhas und seines Kampfes gegen den Hai erzählt, im Original mit Untertiteln. Am 30. September.

Sehenswert:

„Liebe und so weiter“, von George Moorse. Wieder im Kino: „Zazie“, von Louis Malle. „Lolita“, von Stanley Kubrick. „Inferno“, von Samuel Fuller.