Die Neff-Werke wollen den Abwasch in Deutschlands Haushalten automatisieren. Mit Geschirrspülmaschinen auf Probe werden sie die Herzen der Hausfrauen erobern. Das Spüler-Leasing kostet zehn Mark pro Woche oder 43 Mark monatlich. Montiert wird das Gerät – das vier Programms bietet – vom Fachhändler.

Die Wartung wird während dreier Jahre von Neff übernommen. Nach drei Jahren hat man die Wahl: Man tauscht das Gerät in das neueste Modell um und zahlt weiterhin den Mietzins. Oder man erwirbt das alte Gerät für hundert Mark.

Im Einzelhandel wird das Gerät zu Preisen zwischen 1300 und 1500 Mark angeboten. Der Preis ist nicht gebunden. Der Leasing-Kunde bezahlt in drei Jahren 1548 Mark und weitere hundert, wenn er das Gerät nach Ablauf des Mietvertrages kauft. Die Differenz zum Ladenpreis ist also weitaus geringer als bei einem eventuellen Ratensauf. Überdies ist der Service gesichert.

Die Leasing-Aktion wurde vorwiegend aus Werbegründen gestartet: Deutschlands Familien – keineswegs nur die Hausfrauen – sollen lernen, mit dem Geschirrspüler zu leben. Die Produktion dieser Geräte stieg in der Bundesrepublik im letzten Jahr auf etwa 160 000 Stück gegenüber 134 000 im Jahr zuvor.

Dieser Anstieg mag prozentual befriedigend sein – es sind immerhin rund 20 Prozent – die absoluten Zahlen genügen aber den Herstellern noch nicht.

Ein anderes Miet-System, das allerdings von vornherein „auf Kauf aus“ ist, praktizieren die Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke (RWE). Sie bieten vier Elektroherd-Typen und einige andere Elektrogeräte zum Miet-Kauf an. Die Miete beträgt zum Beispiel für ein Gerät, das im Laden 275 Mark kostet, sechsmal elf Mark im Jahr.

Alle zwei Monate wird die Miete zusammen mit der Stromrechnung kassiert. Die Miet-Kaufverträge laufen normalerweise über fünf Jahre. Am Ende ist man automatisch Eigentümer des Geräts und hat insgesamt rund 20 Prozent mehr bezahlt als man im Laden in bar hätte geben müssen.

Auch die RWE haben bei ihrem Mietkauf-System Werbung im Sinn: sie forcieren es dort, wo das Erdgas mit dem von ihnen gelieferten Strom am schärfsten konkurriert. izh.