Philip M. Lynch: Verkäufen nach/in Amerika, ein Wegweiser für deutsche Unternehmen, Econ-Verlag 1968, 147 S., 20,– DM.

Güter im Wert von 16,4 Milliarden Mark überquerten im vergangenen Jahr im Handel zwischen der Bundesrepublik und den USA den Atlantik. Die Deutschen kauften für 8,56 Milliarden Mark amerikanische Produkte und lieferten selbst Waren im Wert von 7,86 Milliarden Mark. Damit hat sich 1967 gegenüber den vorhergehenden Jahren das Defizit im Handel mit den Vereinigten Staaten spürbar verringert. Das war im wesentlichen eine Folge der Rezession in Deutschland, die die einheimischen Unternehmer zwang, sich noch intensiver als bisher im Ausland nach Kunden umzusehen.

Wesentlich krasser als im Außenhandel sind die Unterschiede in der Höhe des unternehmerischen Engagements im Ausland. Während die amerikanische Industrie seit Ende des Krieges viele Milliarden Dollar in der Bundesrepublik investiert hat und in einzelnen Industriezweigen über eine fast marktbeherrschende Stellung verfügt, ist deutsches Privatkapital nur sehr zögernd in die USA geflossen.

Sowohl für den Handel als auch für die direkte Investition deutschen Kapitals bietet die amerikanische Wirtschaft aber noch viele ungenutzte (und oft auch unbekannte) Möglichkeiten. Hier will das im Auftrag der deutsch-amerikanischen Handelskammer von Philip M. Lynch vorgelegte Buch „Verkaufen nach / in Amerika“ Hilfestellung geben. Es ist als Überblick und Einführung in die Verhältnisse des amerikanischen Marktes gedacht und bietet für den am US-Geschäft interessierten Unternehmer eine Fülle nützlicher Hinweise.

Wie knüpft man Kontakte in Amerika? Marketing von Konsum- und Investitionsgütern, Abschluß von Lizenzverträgen und Firmengründung in den USA sind einige der wichtigsten Stichworte in diesem Buch. Besonders wichtig als Ergänzung ist das ausführliche Verzeichnis der Informationsquellen mit Hinweisen auf zahlreiche Verbände und Organisationen, nützliche Publikationen, Behörden und Adreßbücher, mj.