„Staat und Kirchen in der Bundesrepublik. Staatskirchenrechtliche Aufsätze 1950–1967“; hrsgg. von Helmut Quaritsch und Hermann Weber; Verlag Gehlen, Bad Homburg v. d. H.; Bochum/Zürich; 535 Seiten, 42,– DM

Die Beziehungen zwischen dem Staat und den Kirchen werden wieder wissenschaftlich interessant: Die deutschen Staatsrechtslehrer befaßten sich damit auf ihrer letzten Jahrestagung; das Bundesverfassungsgericht erließ vor einiger Zeit eine Reihe von Entscheidungen zu diesem Thema und muß demnächst weitere Urteile folgen lassen, und nun ist auch eine umfangreiche Sammlung von Abhandlungen darüber erschienen.

Der Band von Quaritsch und Weber enthält die wichtigsten Beiträge zur Nachkriegsdiskussion über Religionsfreiheit, staatliche Neutralität gegenüber den Kirchen und staatliche Hilfestellung für sie; Johannes Heckel eröffnet die Reihe, Paul Mikat beschließt sie. Ausgezeichnete Kreuzund-quer-Register erleichtern die Benutzung des Buches und erschließen die hier nicht mit abgedruckte Literatur.

Der Verlag eröffnet damit eine Serie von „Dokumentationen zum öffentlichen Recht“; sie soll Abhandlungen zusammenfassen, die bisher schwer zugänglich sind. Dabei will man „möglichst alle wesentlichen geistigen Richtungen zu Wort kommen lassen“. Ein lobenswertes Unterfangen. H. P. B.