Wirtschaft

Wüstenrot: Aufschwung

Einen neuen Aufwärtstrend im Bausparen hat die Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot waren 1967 der Zahl nach um 37 5, der Summe nach um 40 Prozent zurückgegangen.

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DIE ZEIT

Kühler Wind aus Paris

Das bestgehütete Staatsgeheimnis in Bonn ist derzeit die Befürchtung des Bundeskanzlers, daß der Geist von Rambouillet endgültig tot und die deutsch-französische Freundschaft auf der Hochebene der Regierungen hoffnungslos blockiert ist.

Canossa in Moskau?

Mit einem Papier und einer Gewissensfrage ist der tschechoslowakische Parteichef Dub-ček in der achten Woche nach dem sowjetischen Einmarsch aus Moskau zurückgekehrt – zum zweiten Male, seit ihn die Bruderländer als potentiellen Verräter verschwinden lassen wollten.

Zwischen Panzern und Prestige

In einer Stadt, die vom Aufruhr rebellischer Studenten erfüllt ist, beginnen an diesem Wochenende die Olympischen Spiele. Ein Weltsportfest unter dem Schutz von Panzern ist in seiner 72jährigen Geschichte ein Novum.

ZEITSPIEGEL

„Der Mensch will nicht nur essen, ein Dach über dem Kopf und Arbeit haben. Er will auch frei leben. Nun geht es darum, bei uns solche Bedingungen zu schaffen, daß die Menschen fühlen, daß sie frei leben können.

Lady und Schlachtroß

Nicht so zerbrechlich, wie sie aussieht: Anne Brauksiepe, die neue Ministerin für Jugend und Familie

Krieg der Dinosaurier

Sie passen in die Landschaft von Radar und Raketen wie Dinosaurier in einen Zoo. Ihr Hohelied war Skagerrak, ihr Schwanensang die Midways, ihr letzter Seufzer Korea – dann wurden sie „eingemottet“ – die Schlachtschiffe, die Lieblinge der Admiräle und der Stolz seefahrender Nationen, mußten den Flugzeugträgern weichen, wie einst die Windjammer den Dampfschiffen.

Zurück in die Schützengräben

Die Szene hatte symbolische Bedeutung. Ein junger Mann aus Schleswig-Holstein versuchte mit jenem Ausdruck strapazierter Geduld, der manche Leute befällt, wenn sie merken, daß sie gegen eine Wand von blankem Unsinn anreden, dem Deutschlandtag der Jungen Union sein Konzept klarzumachen: Die Bundesrepublik könne und dürfe für sich kein Alleinvertretungsrecht beanspruchen.

Wahlkampf ums Wahlrecht

Die Sozialdemokraten versuchen eifrig, aber mit wenig Geschick, sich von dem Vorwurf zu befreien, an ihnen sei die Wahlrechtsreform gescheitert.

Zersprungene Klammer

Nur mit einem Bibelwort begrüßte der Sprecher der DDR-Kirche, Schwerins Bischof Beste, telegraphisch die Synodalen in Westberlin.

Der Berliner Eiertanz

Adolf Thadden igelt sich ein. Nach seiner geplatzten Großkundgebung in Bonns Beethovenhalle – zum ersten Male machte er dort Bekanntschaft mit Tränengasbomben – ließ er alle Mammutauftritte seiner Partei absagen.

Kurie und Kommunisten

Die Katholiken dürfen mit den Kommunisten politisch zusammenarbeiten, wenn auch nur unter bestimmten Bedingungen. Das ist die Substanz eines neuen kirchlichen Dokumentes über den Dialog mit den Nichtgläubigen, das der Präsident des Sekretariates für die Ungläubigen, Wiens Kardinal Franziskus König, vorlegte.

Völkermord vor aller Augen

Zu lange schon dauert das Massensterben in Biafra; zu lange schon wird die Minderheit der Südsudanneger durch sudanische Regierungstruppen systematisch vernichtet.

Briefe mit dem Kennwort Biafra

Ich hoffe, mit einer bescheidenen – 68 Unterschriften zählenden – Sammlung vielleicht etwas gegen die wirklich mehr als unmenschlichen Zustände in Biafra erreicht zu haben“, so schreibt uns Herr Kurt Klaute aus Ahlen.

Verwirrung in Paris

Reden Bonn und Paris aneinander vorbei? Oder hat sie die Diskussion um England in einen Teufelskreis geführt? Tatsächlich geht von dieser Diskussion ein Unbehagen aus, das auf andere Gebiete der Zusammenarbeit übergreift.

Frieden durch Stärke

Frieden durch Stärke, erhöhte Verteidigungsbereitschaft gepaart mit dem unbeirrten Willen zur Fortsetzung der Entspannung – diese Absichten sind als eine Art Generallinie der NATO beim Außenministertreffen in New York fortgesponnen worden.

Bonn fürchtet die Isolierung

Bonns Konferenz- und Reisediplomatie wird in diesen Wochen mehr von sich reden machen, als die Bundesregierung dabei tatsächlich gewinnen kann.

RHODESIEN: Gibraltar-Gipfel

Zum zweitenmal hat sich der britische Premierminister Wilson entschlossen, mit dem Ministerpräsidenten des von Großbritannien nicht anerkannten „Rebellen“-Staates Rhodesien, Ian Smith, zusammenzutreffen.

Burgfriede in Mexiko

In einer Atmosphäre gespannter Ruhe bereitet sich Mexiko auf die XIX. Olymschen Sommerspiele vor, die am Wochenende von Staatspräsident Diaz Ordaz eröffnet werden sollen.

Neues Diktat für Prag

Sieben Wochen nach der Besetzung, die den Widerstandswillen der ČSSR bislang nicht zu brechen vermochte, zwang Moskau die Prager Parteiführung zu neuen, schwerwiegenden Konzessionen.

Namen der Woche

Curtis LeMay (61), Stabschef der US-Luftstreitkräfte 1961 bis 1965, der Nordvietnam „in das Steinzeitalter zurückbomben wollte, wurde von George Wallace, dem radikalen Präsidentschaftskandidaten der „Dritten Partei“, als Bewerber um das Amt des Vizepräsidenten vorgestellt.

Peru: Putsch gegen Belaunde

Der Umsturz, der den bisherigen Präsidenten Belaunde Terry zur Flucht nach Argentinien zwang, ist Höhepunkt einer seit zwei Monaten andauernden innenpolitischen Krise.

Von ZEIT zu ZEIT

Die Präsidien der tschechischen und der slowakischen KP haben das von Parteichef Dubcek akzeptierte Moskauer Diktat gebilligt.

NPD: Schütz preschte vor

Der Berliner Senat hat bei den drei westlichen Schutzmächten in der vorigen Woche ein Verbot der NPD beantragt. Damit überflügelte Bürgermeister Schütz die Bemühungen von Bundesinnenminister Benda, dessen Ministerium gegenwärtig die rechtlichen Möglichkeiten für einen Verbotsantrag der Bundesregierung an das Bundesverfassungsgericht prüft.

Brandt traf Gromyko

Bevor Brandt in der sowjetischen UN-Botschaft mit Gromyko zusammentraf, erklärte er im Fernsehen: Die Bundesregierung habe die Beziehungen zur Sowjetunion stets als „Faktor Nummer eins“ betrachtet.

Weltraum:: Wettlauf zum Mond

Mehr als zwanzig Monate sind seit dem Unglück auf der Startrampe von Kap Kennedy vergangen, bei dem drei amerikanische Astronauten in ihrer Raumkapsel verbrannten.

NPD: Präsident kraft NPD?

Die Mahnung ist nicht neu, daß die Bundespräsidentenwahl und deren Vorbereitung von allen anderen Fragen freigehalten werden muß.

„Weder Kalter Krieg noch linde Entspannung“

Die beiden letzten Fragen gelten der Zukunft. Die erste hingegen erwächst aus dem selbstquälerischen Zweifel, die Westmächte könnten durch bestimmte Handlungen oder auch durch die Unterlassung bestimmter Handlungen den tragischen Gang der Ereignisse gefördert haben.

Unter den Schatten des Generals

Fallendes Laub, steigende Nebel in Bonn: klassische Accessoires fürs Abschiednehmen. Aber nicht immer und nicht jedem tut Scheiden weh.

Wolfgang Ebert:: Besorgte Stadtväter

Da sprang der Delegierte von Venedig auf: „Denken Sie, liebe Kollegen, wenn Sie an Venedig denken, nicht nur daran, was das Meer unseren alten Bauwerken antut.

Ionesco inszeniert Ionesco

Bisher kam Eugène Ionesco nach Zürich, um Birchermüsli an der Quelle zu verzehren und unter Aufsicht der gleichnamigen Klinik – mit der Speisungsszene im letzten Akt von „Hunger und Durst“ und einigen Seiten seines Tagebuches („Journal en Miettes“, Luchterhand) hat er ihr ein seltsames Denkmal gesetzt wie der Berlitz-Schule in der „Unterrichtsstunde“.

Hilfe, die Beatles – fast ohne Beatles im Fernsehen

In deutschen Schlagerparaden steht in jüngster Zeit Rex Gildos „Wer das verbietet“ an der Spitze: eine polka-fröhliche Schnulze, in der urs der Sänger versichert, daß er sein Mädchen mitten in der Stadt küsse.

Die bischöfliche Art, Tendenzen zu läutern

Die deutschen Bischöfe haben Schwierigkeiten. Etwa damit, wie es Julius Kardinal Döpfner nach der letzten Fuldaer Bischofskonferenz formulierte, daß „die Gläubigen auf eine Führung warten, die nicht einfach in der Wiederholung früherer Aussagen besteht, sondern auf die Fragestellungen der Zeit eingeht“.

In unbefangenem Sächsisch

Keine Veranstaltung der Ostberliner Festtage war so frühzeitig ausverkauft. Selbst Walter Ulbricht ließ es sich nicht nehmen, dem einmaligen Gastspiel beizuwohnen, „Horizonte“ von Gerhard Winterlich, aufgeführt vom Arbeitertheater des VEB (volkseigener Betrieb) Erdölverarbeitungswerk Schwedt (Oder), unter vorsichtiger Anleitung des Herrn Besson.

Aufklärungsfilme

Der Film „Helga“ leistete die Pionierarbeit. Wer achtzehn war und sich eine Kinokarte kaufte, konnte endlich erfahren, woher die kleinen Kinder kommen.

Kostümierte Kehlköpfe

Christoph von Dohnányi ist als Generalmusikdirektor an die Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main zurückgekehrt, wo er als Kapellmeister für die Schauspielmusik seine Dirigentenlaufbahn begann.

FILMTIPS

„Der Angriff der leichten Brigade“, von Tony Richardson. „2001: Odyssee im Weltraum“, von Stanley Kubrick. „Paris gehört uns“, von Jacques Rivette.

Fernsehen:: Hochschulen der DDR

Da sind zwei Brüder, stelle ich mir vor, von denen der eine in Marburg oder Göttingen, der andere in Leipzig oder Greifswald studiert.

Die Autos des Rundfunks

In unserem Bericht von der Buchmesse (ZEIT Nr. 39, Seite 16) hieß es unter dem Bild: „Vor der Paulskirche geht ein Übertragungswagen des Hessischen Rundfunks in Flammen auf.

Kunstkalender

Von der Pfalzgalerie Kaiserslautern als dem für Slevogt geographisch zuständigen Museum hat die große Jubiläumsschau ihren Ausgang genommen, die jetzt gerade in Wuppertal zu sehen ist.

Zum Tode von Marcel Duchamp: Der Nein-Sager

Die Schwierigkeiten, über Marcel Duchamp zu schreiben, sind mit seinem Tode nicht geringer geworden. Sie beginnen damit, wie wir ihn denn nun endgültig zu bezeichnen haben: War er ein Maler, war er überhaupt ein Künstler, gar der radikalste Künstler unseres Jahrhunderts, oder war er ein Antikünstler, was immer das ist.

Saul Bellow:: Show der Autoren

Alle reden sie von der Öffentlichkeit, aber in literarischen Kreisen scheint niemand viel von ihr zu wissen. Verleger – die wissen Bescheid, Sie lassen die Öffentlichkeit befragen, und von Statistikern analysieren.

Ein angefochtener sehr treuer Christ

In den Nachschlagebüchern wird Romano Guardini meist als „Religionsphilosoph“ geführt. Seine Berufungen nach Berlin (für die Breslauer Theologische Fakultät) 1923, nach Tübingen 1945, nach München 1948 bemühten das unglückliche Wort „katholische Weltanschauung“, dem der Professor dann loyal einen einleuchtenden Sinn zu geben suchte.

DIE NEUE SCHALLPLATTE

Vierundzwanzig Jahre alt wird der Pianist in der nächsten Woche; der Pressedienst von CBS berichtet über klavieristische Wunderdinge des Drei- und Fünfjährigen, zählt eine Reihe von gewonnenen Preisen und Stipendien auf, Vergleiche werden gezogen mit gestandenen Pianisten wie Horowitz, Michelangeli, Rubinstein.

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