Wer hinter den Hunden reitet, kann nicht vor die Hunde gehen. Sagen die Reiter. Und ob aus solchem. Spruch nun Stolz, Selbstsicherheit oder Hochmut herauszulesen ist: Die Reitjagd ist ein (in jedem Sinne) feiner Sport. Fritz Peyer, der Pferdekenner unter den besten deutschen Photographen, war dabei, als der Hamburger Schleppjagd-Verein seine Herbstjagden ritt. Die „Schnappschüsse“ ersetzen viele Worte. Angemerkt sei lediglich: Die Fuchsjagd zu Pferde wird ohne Fuchs ausgeübt; die Hunde gehen auf künstlicher Fährte, auf einem vorher festgelegten Kurs also. Und die Hunde sind es, die das Tempo bestimmen, ein Tempo, das zuweilen halsbrecherisch werden kann, zumal die Hindernisse, um die man freilich auch herumreiten darf, festgefügt sind. Ganz im Gegensatz zu den Jagdspringen auf Turnieren kann also keine Stange „gerissen“ werden. Man nimmt das Hindernis. Oder man stürzt. Zu Ehren des Heiligen Hubertus werden die Parforce-Jagden geritten. Nach strengem traditionsreichem Ritual zumeist. Nach englisch-irischem Vorbild. Hinter der Meute der foxhounds, der beagles oder der old souther hounds. Und auf jeden Fall ist eine Reitjagd eine gute und zuweilen harte Schule für sattelfeste Leute. o.