Die Pille, so scheint es, ist kein rechtes Streitobjekt mehr. Mit Hilfe einer Meinungsbefragung, anknüpfend an den Essener Katholikentag, fand das Emnid-Institut heraus: Nahezu 80 Prozent der Befragten akzeptierten die Pille, teils mit, teils ohne Einschränkungen. Befragt wurden nicht nur katholische, sondern auch evangelische Männer und Frauen; die Pille erwies sich, so könnte man beinahe meinen, als Katalysator: Katholiken und Protestanten haben zusammengefunden, sind fast einer Meinung bei der Antwort auf die Fragen:

Die Jüngeren unter den Befragten, die etwa Dreißigjährigen, sind entschiedener für die uneingeschränkte Anwendung der Pille. Wer älter als fünfzig Jahre ist, stimmt zwar auch entschieden der pillen-geregelten Geburtenkontrolle zu, er wünscht jedoch, die tägliche Hormon-Hemmung sei, wenn auch nicht mit dem päpstlichen Segen, so doch mit der ärztlichen Anordnung versehen. Und Männer sind schließlich entschiedener für die Pille als Frauen. sty