Deutschlands kleine Einzelhändler hegen nun schon seit Jahren Pläne, der Konkurrenz der großen Waren- und Kaufhäuser geschlossen entgegenzutreten. Ihr liebstes Kind ist dabei das Gemeinschaftswarenhaus, das große Haus vieler kleiner selbständiger Händler. Das erste Warenhaus dieser Art wurde jetzt in Frankfurts City eröffnet.

Es entstand unter der Schirmherrschaft der Schweizer Intershop Holding – die 25 beteiligten deutschen Händler und Dienstleistungsbetriebe sind nur Mieter. Sie halten unter einem Dach Textilien, Brotwaren, Zuchtperlen, Elektrogeräte und Kosmetika feil. Außerdem haben sich noch ein Friseur, ein Gastronom, ein Reisebüro, eine Reinigung und ein Kindergarten eingemietet. Alle zusammen teilen sich in eine Verkaufsfläche von 4300 Quadratmeter.

Im Vergleich zu den Warenhäusern mit 16 000 bis 24 000 Quadratmeter ist es ein recht kleines Haus. Dementsprechend wird auch das Angebot nicht annähernd so vollständig und vielfältig sein wie bei der großen Konkurrenz. Kritiker meinen, man habe die Chance, es wenigstens halbwegs groß und attraktiv zu machen, verspielt. In dem neuen Haus wurden 7000 Quadratmeter für Büroräume reserviert. Das scheint ein sicheres Geschäft zu sein. -of