Im Weißen Haus kam es zur ersten Begegnung zwischen dem Präsidenten Lyndon B. Johnson und seinem Nachfolger Nixon. Als vermeintliche Planer eines Mordanschlags auf Richard Nixon wurden in New York drei Jemeniten festgenommen. Im Athener Attentatsprozeß beantragte der Staatsanwalt für die zwei Hauptangeklagten die Todesstrafe. Auf den pakistanischen Staatspräsidenten Ayub Khan wurde in Peschawar ein Attentat verübt.

Friedensprobleme

Die südvietnamesische Regierung forderte die Reduzierung der Pariser Friedensgespräche auf einen direkten Dialog zwischen Saigon und Hanoi. Mehrere Städte und US-Stützpunkte in Südvietnam wurden vom Vietcong mit Artillerie und Granatwerfern beschossen. In der UN-Vollversammlung begann die alljährliche Debatte über die Aufnahme der Volksrepublik China in die Weltorganisation. Im Gegensatz zu Ägypten ersuchte Israel den UN-Beauftragten Gunnar Jarring um eine Fortsetzung seiner Friedensbemühungen im Nahen Osten.

Sicherheitsfragen

Am 50. Jahrestag des Waffenstillstandes ließ Frankreichs Staatspräsident Charles de Gaulle am Grab des Marschalls Philippe Pétain einen Kranz niederlegen. Mit „härtesten Kampfmaßnahmen“ drohte der Kriegsopfer-Reichsbund für den Fall einer Verweigerung der geforderten zwanzigprozentigen Rentenerhöhung. Der Bundestag beschloß im Zusammenhang mit den jüngsten Spionageaffären die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses.

Prag – Warschau

Zwischen Reformkommunisten und Altstalinisten kam es in Prag zu schweren Zusammenstößen. Für den Fall weiterer Konzessionen gegenüber Moskau kündigten die Studenten in Prag Demonstrationen gegen die Parteiführung an. Sieben westliche Journalisten (darunter fünf aus der Bundesrepublik) mußten die CSSR innerhalb weniger Stunden verlassen. Die Ausreisefreiheit für CSSR-Bürger wurde eingeschränkt. Mit scharfen Angriffen gegen, die Volksrepublik China, Jugoslawien, Israel und die Bundesrepublik eröffnete Wladislaw Gomulka den Kongreß der polnischen KP in Warschau. Am 25. Gründungstag der Republik wiederholte der jugoslawische Staats- und Parteichef Josip Broz Tito in Slowenien die Abwehrbereitschaft seines Landes gegenüber jeder Einmischung.