Vor dreißig Jahren, in der Nacht zum zehnten November 1938, brannte es in Deutschland. Es war die „Reichskristallnacht“, die Nacht, in der die große Judenhatz begann. 191 Synagogen gingen in Flammen auf, 76 wurden demoliert. Zerstört wurden 7500 jüdische Geschäfte, verhaftet 20 000 Juden. Und das war erst der Anfang.

Zwei Wochen nach jener Nacht hieß es auf der Titelseite des „Schwarzen Korps“ unter der süffisanten Schlagzeile „Juden, was nun?“:

„Wenn die sogenannte Weltöffentlichkeit außer Rand und Band geriet, weil unsere Barbarei’ die Juden daran hinderte, unsere Frauen und Töchter zu mißbrauchen, so waren wir mit vollem Ernst bei der Sache, den anderen die Judenfrage zu erläutern – du heilige Einfalt.“ Das sei, so meint das Blatt, nationalsozialistischer Stil bis zu jenem 9. November 1938 gewesen. Und es fährt fort:

„Was ist denn die Wirklichkeit? Weder Mr. Roosevelt noch ein englischer Erzbischof noch sonst ein prominenter Patentdemokrat würde sein Töchterlein einem schmierigen Ostjuden ins Bett legen ... Wir sind gegen Steigerungen des großen Weltjudengeschreis immun geworden. Daraus leitet das einfache Volk eine Weisheit ab, an der nicht zu rütteln ist. Man hört diese Meinung auf Schritt und Tritt: Hätten wir die Judenfrage schon 1933 total und mit den brutalsten Mitteln gelöst, so wäre das Geschrei auch nicht ärger gewesen, als es seither stetig ist, da wir die Judenfrage Zug um Zug lösen ... Diese Meinung ist an sich richtig. Sie mußte nur Theorie bleiben, weil uns damals die militärische Macht fehlte, die wir heute besitzen ... Weil es notwendig ist, weil wir das Weltgeschrei nicht mehr hören und weil uns schließlich auch keine Macht der Welt daran hindern kann, werden wir also die Judenfrage nunmehr ihrer totalen Lösung zuführen. Das Programm ist klar. Es lautet: völlige Ausscheidung, restlose Trennung.“

So stand es, schwarz auf weiß, zwei Wochen nach der „Reichskristallnacht“ im „Schwarzen Korps“, der „Zeitung der Schutzstaffeln der NSDAP, Organ der Reichsführung SS“. Die Ankündigung war unüberhörbar, die Warnung eindeutig. Drei Jahre später begann in Auschwitz das erste Krematorium zu „arbeiten“. Völlige Ausscheidung, restlose Trennung ...

Noch am 21. Juli desselben Jahres, nur neun Wochen vor dem großen Pogrom, hatte sich Himmlers Wochenblatt in einem Text zu einer Bilderseite über die Kennzeichnungspflicht jüdischer Geschäfte solchermaßen entrüstet:

„Torquemada (spanischer Generalinquisitor im 15. Jahrhundert), der seinen Opfern glühende Kugeln in die Achselhöhle binden ließ, ihre Beine in spanische Stiefel zwängte und Jungfrauen in solche aus Gußeisen steckte, war ein hinter bunten Schmetterlingen hertollender Schäferknabe, gemessen an den von uns an den Juden verübten Greueln.“ Das war, im Juli 1938, noch ironisch gemeint. Es war schon damals eine bittere Ironie. Wahr aber wurde es dann doch bald. Die Torquemadas waren Männer der SS wie Boger, wie Kaduk. Und Adolf Eichmann war der Organisator der wirklichen Greuel, Offizier in der schwarzen Uniform der SS, Abonnent des „Schwarzen Korps“ und nun gewiß kein „Schäferknabe“ ...

In jenem Leitartikel „Juden, was nun?“ nach der Judenjagd vom November 1938 hieß es weiter:

„Es kann keinem Deutschen zugemutet werden, daß er länger mit Juden, also mit einer abgestempelten Rasse von Mördern und Verbrechern und Todfeinden des deutschen Volkes, unter einem Dach lebt. Die Juden müssen daher aus unseren Wohnhäusern und Wohnvierteln verjagt und in Straßenzügen oder Häuserblocks untergebracht werden, wo sie unter sich sind und mit Deutschen sowenig wie möglich in Berührung kommen. Man muß sie kennzeichnen und ihnen ferner das Recht nehmen, in Deutschland über Haus- und Grundbesitz oder über Anteile an diesen zu verfügen, denn es kann einem Deutschen nicht zugemutet werden, daß er der Gewalt eines jüdischen Grundherrn untersteht und diesen durch seiner Hände Arbeit ernährt. Das in jeder Beziehung auf sich beschränkte Parasitenvolk wird aber in dieser Isolierung, da es zu eigener Arbeit weder willens noch fähig ist, verarmen ...

Und wenn wir, was sich als notwendig erweisen wird, die reichen Juden zwingen werden, ihre ‚armen‘ Rassegenossen zu erhalten, werden sie allesamt, ihrer ureigensten, blutbedingten Veranlagung gemäß, in die Kriminalität absinken. Dann möge aber niemand glauben, daß wir dieser Entwicklung ruhig zusehen können ...

Im Stadium einer solchen Entwicklung ständen wir daher vor der harten Notwendigkeit, die jüdische Unterwelt genauso auszurotten, wie wir in unserem Ordnungsstaat Verbrecher eben auszurotten pflegen: mit Feuer und Schwert. Das Ergebnis wäre das tatsächliche und endgültige Ende des Judentums in Deutschland, seine restlose Vernichtung.“

Das war im November 1938 auf der ersten Seite des „Schwarzen Korps“ zu lesen, schon drei Jahre vor der „Wannsee-Konferenz“. Es war bereits die Ankündigung der „Endlösung“, in Umrissen der Plan des Massenmordes, der später dann so verübt wurde – „mit Feuer und Schwert“, wortwörtlich ...

Am 15. Dezember 1935 hatte Kurt Tucholsky an Arnold Zweig geschrieben: „Aber ein Land ist nicht nur das, was es tut – es ist auch das, was es erträgt, was es erduldet.“ Jenes Land war. gemeint, in dem auch das „Schwarze Korps“ erschien, Woche für Woche...

Herausgegeben, redigiert, gelesen wurde Himmlers Zeitung auch von Intellektuellen. Es war ein Vereinsorgan und zugleich eine Wochen? zeitung für „höhere Ansprüche“. In ihm wurde das Verbrechen intellektualisiert, doch nicht nur dies. Es war das „Reich“ unter dem Totenkopf, dem Symbol der SS. Es ist noch immer ein Dokument, eine Fundgrube für Dabeigewesene und Nachgeborene. Es ist ein. Kapitel der Geschichte, deutscher Geschichte. In einem Faksimile-Sammelband ist es jetzt im Ausschnitt zu besichtigen:

„Querschnitt durch das Schwärze Korps“; hrsg. von Helmut Heiber und Hildegard von Kotze; Scherz Verlag, München, 1968; 207 Seiten, 24,80 DM.

Es lohnt sich, einen Blick in diese journalistische Schreckenskammer zu werfen. Erkennbar wird dort ein Stück der Wirklichkeit des „Dritten Reiches“: Kinderbilder, lieb und freundlich, gab es da seitenweise, deutsche Seen und deutsche Tiere; die deutsche Seele wurde besungen, die deutsche Frau gefeiert, Hitler wurde angedichtet und der namenlose Kämpfer der Waffen-SS. Aber es gab auch dies: Aufruf zum Judenmord, Denunziationen der Physiker Heisenberg und Planck als „arische Judenzöglinge“, Kampfgeschrei wider die katholische Kirche, Sittenrichterei über Kunst und Mode. Das alles zusammen war einmal deutsche Wirklichkeit, gedruckt von der SS, überliefert denen, die sich darüber nur noch verwundern und davor ekeln können.

Es gab nichts Vergleichbares in jenen zwölf Jahren: diese Mischung von „Stürmer“ und Eliteblatt, von „Gartenlaube“ und Oppositionsorgan. Denn in Himmlers Postille, und das war das Eigenartige, wurde auch Widerstand geleistet – gegen das Parteibonzentum, gegen Gesinnungsschnüffelei, gegen Amtsanmaßung. Die SS dünkte sich mehr als jeder andere, das „Schwarze Korps“ auch. Machtkämpfe wurden hier zuweilen versteckt ausgetragen, mit Rosenberg, mit Goebbels, mit Bormann. Der Volksmund nannte das Wochenblatt die „einzige oppositionelle Zeitung“: Es wachte über die „reine Lehre“ des Nationalsozialismus. Darum vor allem eckte es zuweilen an. Es wollte einfach etwas Besseres sein – und war doch nur die Visitenkarte des Schlimmsten. Der Abscheu, der sich einstellt beim Nachlesen, mildert sich nicht durch die geschickte Verpackung, die flotte Aufmachung, den kessen Stil.

„Wir wollen Richtungsmann und Kamerad zugleich sein“, hieß es in dem Einführungsartikel „Unsere Aufgabe“ der Werbenummer des „Schwarzen Korps“ vom Februar 1935. Verfaßt hatte diesen Beitrag Gunter d’Alquen, ein damals knapp 25 Jahre alter SS-Sturmbannführer. Er war, bis zum bitteren Ende, Himmlers „Hauptschriftleiter“. Das „Schwarze Korps“ war sein Erzeugnis.

Erst sollte dieser Jungidealist, Sohn eines wohlhabenden Essener Wollhändlers und Freimaurers, Chefredakteur von Goebbels’ „Angriff’’ werden. D’Alquen, von Alfred Rosenberg entdeckt, war im Blitztempo beim „Völkischen Beobachter“ Chef des innenpolitischen Ressorts geworden, als ihm die Gründung einer SS-Zeitung angeboten wurde. Als nationalsozialistischer „Jungtürke“, der inzwischen auch in Himmlers schwarze Garde eingetreten war und es dort schon zum Sturmbannführer gebracht hatte, empfand er Widerwillen gegen die „Revolutionsgewinnler“ und den „braunen Ämterschacher“. Er wollte „konstruktive Opposition“ betreiben, all den „kleinen Hitlers“ ans Leder gehen. Himmler war’s recht.

Und d’Alquen, ein cleverer Zeitungsmann mit Ideen, machte eines der modernsten, schmissigsten Blätter jener Zeit, mit Bilderseiten und knalligen Schlagzeilen, mit ideologischer Akribie und journalistischem Geschick. Mit 78 000 Stück fing es an; nach 1939, als er obendrein zum Chef der SS-Kriegsberichter aufstieg, wurden 750 000 Exemplare gedruckt. Nach 1945 verurteilte eine Spruchkammer den ehemaligen Standartenführer zu zehn Jahren Gefängnis; heute verbringt er in aller Muße seinen Wohlstands-Lebensabend.

Damals ging er noch auf die Barrikaden: gegen das Weltjudentum, das Weltfreimaurertum, das Weltpriestertum. Und er wetterte auch gegen die braunen Konjunkturritter, gegen die hundertprozentigen Bürokraten. Er tat es mit Zorn und mit Ironie, freilich oft auch in Kitschmanier. Gebräuchlich waren in diesem SS-Journal Vokabeln wie eiserner Wille, Gewissen der Bewegung, eiserne Disziplin, blutliche Schwäche, seelische Ausrichtung, Stärkung der deutschen Volkskraft. In Artikeln des „Schwarzen Korps“ gab es zuhauf solche Sätze:

„... ein artfremder vorderasiatischer Menschenschlag hat zum Verderben Europas die Meinungsbildung übernommen.“

„Wir kennen keine Tyrannen, weil Mütter unseres Blutes keine Tyrannen gebären können.“

„Wir können das Verhältnis zwischen Mann und, Frau nur unter dem Sippengedanken sehen.“

„Der nordische Mensch ist die Zurückhaltung selbst.“

„Der Führer ist der Nation höchstes und letztes Gut. Er ist die deutsche Vollendung schlechtweg.“

„Heilig ist uns jede Mutter guten Blutes.“

In einem Stimmungsbericht über die von Himmler angeordnete Grablegung Heinrichs I. in Dom zu Quedlinburg unter dem Titel „Herr Heinrich hat nun seine Ruhe“ schlug die SS-Schnulze wahre Purzelbäume:

„König Heinrich stand mitten unter uns und mit ihm die vielen Großen am deutschen Weg. Und jeder Schritt weiter auf dieser Straße, jede Tat in Mut und tapferer Anständigkeit ist weiteres Leben all jener Großen und stillen Unbekannten unseres Volkes, ... denn unsere Ewigkeit ist unseres Volkes Leben!“

Penetranter Groschenromanstil machte sich auch in aufgeplusterten „Aufartungs“-Oden breit – wie in dieser, betitelt „Nordisches Frauentum“:

„Das Grau des Nordlandhimmels, die Bitternis der Meere, der Eissturm starrer Winternächte, all das stöhnt, wühlt, brandet in ihrer Seele. Der Umgang mit der stürmischen See und der kahlen Wildnis mußte die angeborene Kampfnatur dieses Stammes steigern. Es ist der Boden, auf dem die Helden der Edda erwuchsen, mit ihrer leidenschaftlichen, ungebrochenen Innenwelt, geschaffen zur Großtat und zur Tragik.“ Und so weiter, und so fort: über das „Vollmenschentum“, das „weltoffene Weib“, über „Ahnfrau“ und den „männlichsten Mann“, der „stets das weiblichste Weib und umgekehrt“ sucht.

Kitsch in Reinkultur war auch am Schluß, ehe dann doch „alles in Scherben fiel“, an der Tagesordnung, etwa bei der Beschwörung Herrscher Innerlichkeit fürs letzte Gefecht gegen Hunnen und Nigger.

Denn die, so hieß es im Januar 1945, „wissen nichts von uns. Nichts von dem bezwingenden Zauber deutscher Innerlichkeit, der uns ein reicheres, tieferes Leben verheißt. Diesem Zauber entzieht sich kein deutscher Mensch, welchen Bildungsstandes und welcher Herkunft er sei. Bunt und vielfältig vermag sich dieser Zauber zu äußern. Im stillen Kreis der Familie dem einen, in einem schmalen Stück Gartenland, im Duft einer Blume. In ruhiger Versenkung dem anderen, in einem Buch, einem Vers, einem Lied. In den hohen Weiten der Kunst einem dritten, einer Wagnerschen Oper, einem klassischen Schauspiel, einem Badischen Konzert. Dies alles ist unsere reiche, einmalige und unwiederholbare Welt. Sie zu verteidigen mit der letzten Kraft, mit Klauen und Zähnen, wenn es sein muß, sind wir angetreten. Wirklich, sie werden uns ausrotten müssen, denn anders bekehren sie uns nicht. Wir aber glauben, daß die Kraft der deutschen Innerlichkeit uns auch diese Probe bestehen läßt“.

Da nun war auch das „Schwarze Korps“ am Ende seines Propagandalateins. Da blieb nur noch die billige Beschwörungsleier, die Volkssturm-Walze, Blechgetön zum allerletzten Aufgebot. Kitsch am Ende, Kitsch zum Ende – auch im Intellektuellenblatt der SS. Keine Forschheit mehr wie ehedem, kein Witz wie sonst zuweilen, nicht einmal mehr Haß, Herrenrassenhochmut, Heil Hitler...

Für was hatte d’Alquen nicht gestritten seit 1935: für das ungeschminkte Frauenantlitz, für die beseelte Nacktheit, für den abgeschobenen kleinen Mann, der früher Gewerkschaftsmitglied gewesen war, für das Recht auf politischen Humor, der keine strenge Strafe verdiene. Und gegen was war er nicht zu Felde gezogen: gegen die „Sittenstrolche“ in den Franziskanerklöstern, gegen die „Teutobolde“ unter den eifernden Frühgeschichtsforschern, die „weißen Juden“ in der Wissenschaft, die homosexuellen „Staatsfeinde“. Und über alldem hatte, von der ersten bis zur letzten Ausgabe des „Schwarzen Korps“, der eine Adolf Hitler gethront. Die „Führer“-Beweihräucherung war das Kernstück auch der SS-Journalistik.

„Er ist der Sieg“, verkündete das „Schwr Korps“ noch am 20. April 1944, zu Hitlers vorletztem Geburtstag. Und das Blatt fragte seine Leser: „Was wären wir ohne ihn?“ Seine Antwort lautete so:

„Er wacht in uns als der ewige Mahner, der unsere Taten begleitet und uns über alle Schwächen hinweghilft. Man ziehe von uns die seelischen Kräfte ab, die Adolf Hitler heißen; man zerschneide die Bindungen des Glaubens, die jeden einzigen von uns persönlich an ihn ketten; was bleibt von uns übrig? Menschen nur, die nur das Menschliche zu tun vermögen, die nur das Menschliche ertragen, und eines Tages dem Allzumenschlichen erliegen.“ Beschworen wurde sodann die „Allgegenwart seines Willens“, die „tiefe, fast seherische Kenntnis seines Volkes und seiner Seele“, aber auch die Zuversicht trotz verlorener Schlachten.

Auch nach dem Attentat vom 20. Juli, am Ende des Leitartikels „Das Gottesurteil“, bot dürftiges Pathos den einzigen Ausweg, Hitler zu huldigen: „Und von der Stunde, die zum Verhängnis werden, sollte, bleibt das Bekenntnis übrig, jedem ins Herz gebrannt: Führer, befiehl, wir bleiben treu! Führer, führe, wir folgen auf jedem Weg! Wir kennen von dieser Stunde an nur noch eins: Treue, Pflicht, Dienst! Deutscher, deine Ehre heißt Treue!“ Ein Ausrufezeichen nach dem anderen, ein Appell auf den anderen.

„Es lebe der Führer“ stand noch am 12. April 1945 über vier Spalten breit unter dem Kopf des „Schwarzen Korps“, der letzten Nummer, 15. Folge, 11. Jahrgang. Bald darauf war er tot, der hier noch einmal beschworene „Volksführer und Reichsgestalter“.

„Jetzt, gerade jetzt, wenn jemals überhaupt, so gewiß in diesen Tagen, müssen wir hinter dem Werk des Führers den Menschen suchen, der Fleisch von unserem Fleische und Blut von unserem Blut ist: vor seinem Bilde stehend, mit dem kindlichen und brüderlichen Du auf den Lippen, so wie wir es in besseren Tagen schon getan haben ... Deutschland und Adolf Hitler sind eines. Wo Adolf Hitler ist, ist Deutschland. Solange Adolf Hitler kämpft, kämpft Deutschland.“

Schlagworte das alles nur noch, Phrasen, leere Parolen. Aber dazwischen auch die heute noch nachdenklich stimmende Mitteilung, die keine Lüge zu sein braucht:

„Ein amerikanischer Journalist hat einmal deutsche Kriegsgefangene nach ihren politischen Zukunftswünschen befragt, und zwar, wie er vermerkte, solche, die sich ausdrücklich als Antinationalsozialisten bekannten. Und den Mann packte das Grausen, als er auf die Frage, wie denn eine nicht-nationalsozialistische Regierung Deutschlands aussehen sollte, die Antwort bekam: Es müßte eben ein starker Mann kommen, so einer wie Adolf Hitler...“

Es verlohnt sich, wie gesagt, in diesem Band des „Schwarzen Korps“ nachzulesen, was aus Deutschland damals geworden ist und was aus ihm noch werden sollte.