Wirtschaft

ZEIT SPART GELD

Ein Gesetzentwurf zur Teilprivatisierung der Badenwerk AG, Karlsruhe, ist jetzt von einem CDU Abgeordneten des Landtags von BadenWürttemberg eingebracht worden. Die Gesellschaft befindet sich im Alleinbesitz des Landes Baden Württemberg.

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Feuilleton

FILMTIPS

Sehr sehenswert: „Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos", von Alexander Kluge „Rosemaries Baby",

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DIE ZEIT

Das Gloria und der Menschen Elend

Natürlich ist Weihnachten nicht umzubringen. Der Wirbel und der Plunder sind dauerhaft, es sei denn, die Russen kämen, oder die Chinesen.

Des Krieges müde

Frieden für Vietnam? Ursprünglich hatte Präsident Johnson den Beginn der Pariser Konferenz für den 6. November angekündigt. Mittlerweile ist es Weihnachten geworden; die offiziellen Vierer-Verhandlungen aber lassen auf sich warten.

Pardon für die „Pueblo“

Für Lyndon Johnson, endete dieses Jahr seines Mißvergnügens wenigstens mit einer kleinen Genugtuung: Nach elf Monaten zähen Verhandeins hat Nordkorea die 82 Seeleute des gekaperten Nachrichtensammelschiffes „Pueblo“ zum Weihnachtsfest freigelassen.

Zweierlei Maß

Den deutschen Richtern ist in der vorigen Woche der gestärkte Kragen geplatzt. Auch sie wollen nun demonstrieren – für das Recht auf höhere Besoldung, die Bonn vorerst nicht gewähren will.

Lex Olympia

München 1972 ist gerettet: An der leidigen Frage der Fahnen und Hymnen wollte die Bundesregierung die Olympischen Spiele denn doch nicht scheitern lassen.

Der Prophet mit der Maschinenpistole

Der Sultan Saladin, Herrscher über Ägypten und Syrien von 1138 bis 1193, galt als tapfer und edel. Auch die Juden wissen ihn zu rühmen: 1187 hatte er Jerusalem befreit, sie vom Joch der Kreuzritter erlöst, sie aus dem Exil in die Heilige Stadt zurückgerufen und ihnen sogar gestattet, dort wieder Synagogen zu bauen.

ZEITSPIEGEL

Den in der Bundesrepublik verpönten professoralen „Fachidioten“ will die DDR überwinden. Vom 1. Februar 1969 an gilt in der DDR eine Verordnung, die den Hochschullehrer verpflichtet, „hochqualifizierte Persönlichkeiten heranzubilden“.

"Füttert uns nicht wie Weihnachtsgänse"

Es ging alles sehr schnell. Der eben in Biafras provisorischer Hauptstadt angekommene Besucher hielt die vier silbergrauen Düsenjäger, die im Tiefflug über ihn hinwegbrausten, noch für die gelungene Demonstration einer Luftparade, als er auch schon dem Beispiel der um ihn Herumstehenden folgte und sich auf den Boden warf.

Amerikas Griff nach dem Mond

Als am vorigen Sonnabend pünktlich zwei Stunden, fünfzig Minuten und einunddreißig Sekunden nach dem absolut fehlerfreien Start die letzte der Saturn-V-Raketen noch einmal gezündet wurde, um Apollo 8 mit seiner Drei-Mann-Besatzung auf die Reise zum Mond zu katapultieren, da verloren auch die kühlsten Reporter ihre Scheu vor Superlativen.

Wolfgang Ebert:: Eine schöne Bescherung

Wir nähern uns dem festlich geschmückten Gabentisch. Er ist riesengroß, fast wie für eine ganze Menschheit gedacht. Da liegen Gewehre, Geschütze, Granaten – alles Waffen, die für Nigeria bestimmt waren.

Ungarn prescht vor

Der 21. August und seine Folgen werden im Ostblock sehr unterschiedlich beurteilt. Zwischen dem eindeutigen Nein der Rumänen und dem eindeutigen Ja der Ostdeutschen bewegen sich die Ungarn.

Die Bonner sind ganz normal

Hoch oben wohnen die Mächtigen und die Kranken der Bonner Gesellschaft: auf dem Venusberg. Den Passanten beschleichen phantastische Vorstellungen: Hinter diesen Fenstern und Fassaden – da hocken sie nun, da liegen sie nun, da brüten sie nun, die Manischen und die Depressiven, die Selbstmordkandidaten, mit Pistole und Phiole hantierend, die „security risks“, Geheimakten photokopierend, die zahl- und namenlosen Fälle aus den Krankenlisten der ortsansässigen Anstalten und Ministerien.

Toter Punkt in Paris

Die Aussichten auf Fortschritte bei den Pariser Vietnam-Gesprächen noch in diesem Jahr sind dahingeschmolzen. Weder wollte Südvietnam den Vorschlag Hanois akzeptieren, daß sich alle Delegationen an einem Rundtisch zusammensetzen, noch konnten sich die Kommunisten mit den amerikanischen Kompromißvorschlägen befreunden (siehe Skizze).

Namen der Woche

Günter Oppermann, 16jähriger Fürsorgezögling, dem vor vier Wochen im Minengürtel an der Zonengrenze ein Unterschenkel abgerissen worden war, wurde aus dem Krankenhaus Sonnenberg/Thüringen in die Universitätsklinik Göttingen übergeführt.

Ägypten: Bremse für Nasser

Überraschend traf am vorigen Wochenende Außenminister Gromyko in Kairo ein, um dem ägyptischen Staatspräsidenten Nasser „eine wichtige Botschaft der sowjetischen Führung“ zu überbringen.

Von ZEIT zu ZEIT

Trotz der Darmgrippe von Kapitän Borman und einem Hongkong-Grippe- Verdachtbei seinen Mitreisenden Lovell und Anders näherte sich das amerikanische Raumschiff „Apollo 8“ dem Mond in einem einzigartigen Präzisionsanflug.

NPD-Beschluß vertagt

Die Bundesregierung hat ihre Entscheidung über einen Verbotsantrag gegen die NPD auf das nächste Jahr verschoben............

CSSR wird Föderation

Dafür scheint die Gefahr gebannt zu sein, daß im Zuge der staatlichen Neuorganisation die Reformer in der Versenkung verschwinden.

Entscheidung für Berlin

Die Bundesversammlung soll auch den nächsten Bundespräsidenten in Berlin wählen. Termin: 5. März. Das gab vorige Woche Bundestagspräsident Gerstenmaier bekannt, dem laut Grundgesetz (Art.

Nordkorea: Pueblo-Männer frei

Das Schiff war am 23. Januar vor der nordkoreanischen Küste von vier Kanonenbooten aufgebracht und in den Hafen Wonsan eingewiesen worden.

Zum 1968. Mal

Überläßt man die Worte zum Sonntag den Berufenen und die weihnachtlichen Werbekampagnen den dazu Bestellten, verzichtet man also auf das Hosianna in der Höh’ und den festgerechten Lavendelduft in der Tiefe, dann wird Weihnachten zur großen Verlegenheit, wenigstens publizistisch gesehen.

Professoren wurden abgeschrieben

In Berlin warf ein Unbekannter einen Brandkörper ins Rektorat; in Marburg wurde eine Dekanatssitzung gesprengt; in Heidelberg stürmten Studenten das Ausländeramt; in Kiel platzte eine Sitzung des satzunggebenden Konsistoriums, weil dessen Mitglieder nicht öffentlich tagen und Studenten daraufhin die Öffentlichkeit erzwingen wollten.

ZEITMOSAIK

Vierundachtzig Jahre alt, starb in der vergangenen Woche in Tel Aviv der Schriftsteller Max Brod an einem Herzanfall. Ihm verdankt die Weltliteratur, daß das Werk Franz Kafkas erhalten blieb: Er vernichtete es entgegen dem Wunsch seines Freundes nicht, er edierte es und widmete ihm mehrere Studien und Dramatisierungen.

Robert Neumann:: Anatomie einer Weltdame

Sie rief vorgestern abend an. Redaktion jener mondänsten der illustrierten Zeitschriften. Um ein Interview. Apropos der Eheschließung Jackie Kennedys mit jenem so viel älteren Reeder wollen die Leserinnen und Leser dieses vornehmsten aller Blätter erfahren, wie denn das nun also sei für eine junge Frau – verheiratet mit einem alten Mann.

Familienleben bei Goldgräbern

Sie wünsche, sagte eine alte Dame, hundert Jahre alt zu werden, nur aus Neugier. Die Dame ist an Politik so wenig interessiert wie an den Fortschritten der Technik und der Wissenschaft.

ZU EMPFEHLEN

ES ENTHÄLT, in anspruchsvollem Faksimiledruck nach der ersten, Auf läge von 1846, sieben, durch einen literaturhistorischen Text ergänzte Geschichten über Ämteranmaßung, Rechtsverständnis und Polizeiwillkür in der Zeit des Vormärz, die eine vorbürgerliche Gesellschaft im ganzen treffen.

Über Pop im Pop-Jargon

Die Schrecksekunde ist längst vorüber, die Theoretiker habendie Sprache wiedergefunden, die Konservendose wurde wissenschaftlich schmackhaft zubereitet, die Nackte unter den verschiedensten Aspekten anvisiert.

Eine distinguierte Person

Nichts hat den Romancier und Journalisten Guido Piovene während der Jahre, die er in Frankreich verbracht hat, so frappiert wie der französische Geist der Ökonomie – wobei dieser Ausdruck in zweifachem Sinn zu verstehen ist: als Hang zum Sparen und als Entsprechung von Mitteln und Zielen.

Kunstkalender

Natürlich kann man leicht predigen, die Kunstvereine sollten aktuelle Kunst, zeitgenössische Kunst ausstellen. Dann stimmt aber am Jahresende die Kasse nicht.

Ein Künstler geht aufs Ganze

Aus Anlaß des 60. Geburtstags am 22. Dezember zeigt das Kunsthaus Zürich (bis zum 5. Januar 1969) eine Übersicht über das Gesamtwerk und die Kunsthalle Nürnberg (bis zum 19.

Durch Musik vertrieben

Beabsichtigt war die Komplettierung eines Weihnachtsmärchens für Kinder zum Gebrauch in Opernhäusern, gewonnen wurde ein fulminanter Silvesterscherz für Erwachsene.

Stilisierte Allerweltsredereien

Heinz von Cramer tat, was er konnte, ließ die Kameras tanzen und die Requisiten mitspielen, verwandelte die Spieler – ihre Verdinglichung zeigend – in plappernde Puppen und Marionetten mit Ruck-Zuck-Bewegungen, machte aus psychologisch bestimmten Sequenzen traumhaft verschwebende Szenen: Italo Svevo hat Robbe-Grillet gelesen und sparte nicht mit grotesken Akzenten im Stile zeitgenössischer Film-Praktiken: Sieht man die Tennisspieler nicht, hört man die Schläge, kommen die Cracks dann ins Bild, bleibt das Ballgeräusch aus.

Möbel packen und adieu...

Hans Conzen, Makler aus dem Ruhrgebiet, spricht von einem „richtigen Weihnachtswunder“: „Seit Jahren und Jahren geschieht es jetzt erstmalig, daß Vermieter mich anrufen und mir Provision anbieten, wenn ich für sie einen Mieter finde.

Kavaliere

Wie begeht man Wirtschaftsdelikte? So ähnlich lautet der Titel eines dreitägigen Sonderlehrgangs in Frankfurt am Main. Bank- und Steuerfachleute geben Unterricht in Steuerhinterziehung, Kreditbetrug und sonstigen Spielereien mit Paragraphen und Nullen.

Wolfgang Krüger:: Wer krank ist, muß auch zahlen

Was vor einem halben Jahr noch unmöglich schien, wird wohl doch noch geschehen. Am Jahresende 1968 sieht es ganz so aus, als ob sich der fünfte Deutsche Bundestag nicht verabschieden wird, ohne das seit mehr als zehn Jahren auf Grund liegende Schiff der Krankenkassenreform wenigstens wieder in Fahrt gebracht zu haben.

Moral

Als Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages gehörte Dr. Ernst Schneider zu den unentwegten Predigern einer Bergbau-Einheitsgesellschaft.

Aufschwung ohne Maß

Japan hat innerhalb weniger Jahre den Vorsprung der europäischen Industrieländer eingeholt. Sein wirtschaftliches Wachstum setzte alle Welt in Erstaunen, (vgl.

Kinder helfen Steuern sparen

Am Ende eines jeden Jahres pflegt in deutschen Am Familien geprüft zu werden, ob auch alle vom Gesetzgeber gebotenen Möglichkeiten zur Steuerersparnis ausgeschöpft worden sind.

Börsen-Report: An den Kursen wird gedreht

Es gab keine Weihnachts-Hausse, und wahrscheinlich wird auch die Jahresschluß-Börse ohne Sensationen verlaufen. Bis in die letzten Tage dieses Jahres hinein sind immer noch Haussepositionen abgebaut worden.

MAN: Preisdruck

Den höchsten Umsatz ihrer Geschichte erzielte die MAN mit 1463 Millionen Mark im Geschäftsjahr 1967/68 (30. 6.) – bei verminderter Gesamtleistung muß man allerdings hinzufügen.

Henkel: Neuordnung

Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Henkel-Gruppe wird zum Jahresbeginn 1969 gestrafft. Die Persil Gesellschaft mbH, Düsseldorf, die Holding-Gesellschaft der Henkel-Gruppe, hat von der Familie Henkel die gesamten Geschäftsanteile der bisher als Schwestergesellschaft geführten Henkel + Cie GmbH, Düsseldorf, erworben.

Europa-Airbus: Wasser auf de Gaulles Mühlen

1965 faßten Frankreich, Großbritannien und die Bundesrepublik den Entschluß, ein Großraumflugzeug für Kurz- und Mittelstrecken mit zwei Triebwerken zu entwickeln, das rund 300 Passagiere fassen sollte.

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