Chamäleon-Fisch

Fische der Spezies Valencienellus tripunctulatus verändern ihre Farbe entsprechend der Tageszeit. Mittags, wenn vergleichsweise viel Licht in die Zone fällt, in der die zwei bis drei Zentimeter langen Fische leben (300 bis 500 Meter unter der Wasseroberfläche), ist ihr Körper hell, nichts hingegen ist er von einem schwarzen Pigment dunkel gefärbt. Diese Färbung deckt das Licht ab, das der Fisch mit seinen Photophoren selbst erzeugt. Den Sinn dieser Eigentümlichkeit deutet der britische Ozeanograph Julian Badcock so: Die Feinde des Fisches orten ihre Beute von unten her als Silhouette gegen das Tageslicht. Dagegen tarnt sich das Tier mit dem Selbstleuchten, das dieses Schattenbild abschwächt. In der Dunkelheit jedoch würde den Fisch sein Eigenlicht verraten; darum wird es mit dem Pigment verdunkelt.

(Nature, 25. Januar, S. 383)

Sie mögen’s heiß

Bakterien, die noch bei einer Temperatur von 92 Grad Celsius existieren können, entdeckten amerikanische Mikrobiologen in den heißen Quellen des Yellowstone-Nationalparks. In der Höhenlage der Quellen siedet das Wasser bei dieser Temperatur. Die Forscher halten den Bakterienstamm für ein Relikt aus der heißen Urzeit der Erde.

(„New Scientist“, 23. Januar 1968, S. 169)

Siebentausend Jahre älter