Lakonisch teilte das Volkswagenwerk jetzt mit: „Daher haben beide Gesellschaften nunmehr beschlossen, für die Zukunft eine gemeinsame VW-Porsche-Vertriebs-GmbH mit dem Sitz in Stuttgart zu gründen, deren Aufgabe es sein wird, sportliche Fahrzeuge aus der Entwicklung beider Unternehmen zu vertreiben.“ Erstes Produkt für den Verkauf durch die neue Gesellschaft: der Volks-Porsche.

Seit einiger Zeit geistert durch die Fachpresse ein „Erlkönig“, dessen Heimat in Wolfsburg und Zuffenhausen gesucht wird, ein flacher zweisitziger Roadster mit Hardtop, der 170 bis 200 km/h schnell ist.

Den Anfang machte im vorigen Jahr Opel. Die Rüsselsheimer entwickelten aus dem Kadett einen Sportwagen für junge Leute, den GT, der für gut 10 000 Mark zu haben ist. Das sportliche Image des übrigen Programms polierten sie mit Ralley- und GS-Versionen ihrer Limousinen auf.

Bei Ford fiel die Entscheidung zugunsten des Capri, eines Mitteldings zwischen sportlicher Limousine und Sportcoupe.

Auf den Entwicklungsvertrag mit Porsche gestützt, sichtete nun VW die Entwurfsskizzen der renommierten Sport- und Rennwagenfirma. Die Wolfsburger fanden ein Modell, das eine erste Abkehr von der VW-Heckmotortechnik bringt. Wie im Porsche-Rennwagen 904 liegt der Motor zwischen Fahrersitz und Hinterachse. Dadurch wird die Straßenlage gegenüber dem Heckmotor wesentlich verbessert.

Der Volks-Porsche soll, so ist geplant, in zwei Versionen auf den Markt gebracht werden:

  • Mit dem 1,7-Liter-Motor des VW 411, der von 68 auf 75 bis 80 PS verstärkt ist. Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h.
  • Mit dem 2-Liter-Sechszylindermotor des Porsche 911 T, der 110 PS hat. Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h.