Sehr sehenswert:

„Chronik der Anna Magdalena Bach“, von Jean-Marie Straub. „Gertrud“, von Carl Theodor Dreyer. „2001: Odyssee im Weltraum“, von Stanley Kubrick. „Die Karabinieri“ und „Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß“, von Jean-Luc Godard. „Paris gehört uns“, von Jacques Rivette. „Rosemaries Baby“, von Roman Polanski.

Sehenswert:

„agilok & blubbo“, von Peter F. Schneider. Ein erster langer Film; Peter F. Schneider sagt, ihn habe die Ohnmacht der Außerparlamentarischen Opposition inspiriert. Aber seine Erfindungen sind weit ohnmächtiger: Irgendwo im Wald hausen in einem Stall am Bach zwei junge Männer, sie schieben Wache auf verlorenem Posten, lesen manchmal, entwerfen Aktionsprogramme, arbeiten auch, landwirtschaftlich, sind in irgendeine Verschwörung verwickelt und diskutieren die Revolution. Soll man oder soll man nicht und wenn ja wie. Schließlich hebt eine Dreiecksgeschichte an, immerhin; denn ein dralles Mädchen wird den beiden zuteil, die es erst mit dem einen, dann mit dem anderen treibt. Zwischen make love not revolution und make revolution not love pendelt sich die Idylle unverbindlich etwa bei make love and revolution ein. Ein Mann in Hut und Mantel wird aus einem Sechshunderter entführt und vor ein Tribunal gestellt; Kiesingers Vorstellungen treten gegen ein einigermaßen ratloses es wird schon werden an. Peter F. Schneiders Gehübungen erreichen in keinem Augenblick das Argumentationsniveau, auf dem die Sache innerhalb der Außerparlamentarischen Opposition längst verhandelt wird; seine Kommentare zur Gewaltdiskussion entsprechen seinen bürgerlich-infantilen Reminszenzen an Godard, Brecht und Eisenstein. Sie sind nett gemeint.

„Teorema“, von Pier Paolo Pasolini. „Yellow Submarine“, von George Dunning. „Mit eisernen Küsten“, von Sydney Pollack.

Im Fernsehen: „Schnee am Kilimandscharo“, von Henry King. Es gibt bessere Filme von Henry King, es gibt bessere Hollywood-Regisseure, es gibt bessere amerikanische Filme; aber auch Henry King hat einige Filme gedreht, die schön sind, und es gibt eigentlich kaum einen amerikanischen Film um Frauen und Abenteuer, der nicht seine Reize hat. ARD am 6. Februar.

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