Wirtschaft

Wertsicherung

Bei langfristigen Abzahlungsgeschäften werden häufig Wertsicherungsklauseln vereinbart, damit bei einer späteren Geldentwertung der Differenzbetrag entsprechend verrechnet werden kann.

Falsche Behörde

Nach der Gewerbeordnung ist für das Verbot, ein Gewerbe auszuüben, nur die höhere Verwaltungsbehörde zuständig. Das ist in allen Bundesländern mit einer staatlichen Mittelstufe der örtlich zuständige Regierungspräsident.

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DIE ZEIT

Die Kuh muß vom Eis!

Die Sowjetunion hat das Ostberliner Angebot von Osterpassierscheinen für die Westberliner Bevölkerung bestätigt. Der Bundeskanzler hat sein Einverständnis zu Verhandlungen gegeben.

Auf europäischen Trümmern

Die diplomatische Fehde zwischen London und Paris enthüllt dem amerikanischen Europa-Besucher Präsident Nixon die ganze Crux der europäischen Zerrissenheit: die machtpolitische Rivalität der beiden abgetretenen Weltmächte im Kampf um den dominierenden Einfluß auf dem alten Kontinent.

Kolumbus auf Gegenkurs

Viel Lärm um nichts? Mehr Verpackung als Inhalt? Das Schauspiel ist jedenfalls gekonnt inszeniert. Der Hauptdarsteller beherrscht seine Rolle routiniert.

Die "Saal-Schlacht" der NPD

Die Bürger von Bayreuth sind noch einmal davongekommen, der NPD-Parteitag blieb ihnen erspart. Die Parteileitung hatte die vereinbarte Mietvorauszahlung für die Stadthalle nicht geleistet, die Stadtverwaltung trat vom Vertrag zurück, und die Gerichte gaben ihr recht.

Der Denker des Präsidenten

Seine Kindheit verbrachte er in Fürth, wo der Vater als Studienrat wirkte. Fünfzimmerwohnung, Dienstmädchen, ein Flügel im Erker, Bücher – das Milieu zeugte von kleinstädtischbehäbigem Wohlstand.

ZEITSPIEGEL

"In der Konfrontation mit der Ultralinken hat die Herrschaft der Scheinheiligen ihre Selbstsicherheit verloren. Wir wollen sie total entlarven.

Paris: Europäische Winkelzüge

Der Staub hat sich nach den Enthüllungen über das Gespräch des englischen Botschafters mit de Gaulle soweit gelegt, daß man die Veränderungen in der europäischen Landschaft betrachten kann, die diese diplomatische Bombe hervorgerufen hat.

Bonn: Nicht betroffen

Auf den neuen englisch-französischen Streit reagierte Bonn mit so sichtbarem Desinteresse, als ob sich die Auseinandersetzungen nicht in Westeuropa, sondern zwischen Indonesien und Australien abgespielt hätten.

London: Zwischen de Gaulle und Nixon

Winston Churchills Wort von der Special relationship, den im Zweiten Weltkrieg beschworenen und bewährten "besonderen Beziehungen" zwischen Briten und Amerikanern, gilt seit der Ära Johnson als tote Vokabel.

Rom: Schützenhilfe gegen de Gaulle

Roms Kommunisten haben mobilgemacht; sie sind für den Nixon-Besuch gerüstet. Eine letzte Generalstabsbesprechung fand zum Wochenbeginn in der regionalen Parteizentrale statt.

Wolfgang Ebert:: Nixons Touropa

1. Tag: Der Präsident kommt in Brüssel an und erkundigt sich gleich nach dem Zustand der EWG. Danach braucht er eine Stärkung und erkundigt sich bei dieser Gelegenheit nach dem Zustand der NATO, Er hört, daß sie immer noch sehr geschwächt sei; darauf fühlt sich der Präsident auch sehr geschwächt und geht zu Bett.

Poker mit dem Kreml

Am Wochenende schien es, als könne Bonn den Lohn der Angst kassieren. Lange hatte es gefährlich ausgesehen, und viele Politiker in Bonn hatten sich schon damit abgefunden, daß eine Krise unvermeidlich sei.

Bundeswehr in der Schwebe (II): Angriff auf die Kasernen

Der Großangriff gegen die Bundeswehr begann schlagartig am späten Nachmittag des zweiten Februar 1968. Vor mehr als dreißig Kasernen in Hessen erschienen Einsatzkommandos von je vier oder fünf Zivilisten, reichlich mit "Munition" versehen: 50 000 Flugblätter waren gedruckt worden, damit die Soldaten über ihr Recht auf Kriegsdienstverweigerung aufgeklärt werden konnten.

Johannes Dieckmann

Wie sich die Zeiten wandeln! Vor neun Jahren, bei einer Veranstaltung des Liberalen Studentenbundes in Marburg, wurde er niedergeschrien: "Hängt ihn auf .

Unruhe in der Ukraine

Die Welle des Nationalismus, die mehr und mehr die Völker der Sowjetunion erfaßt, beginnt Moskau Sorgen zu machen. Aus fernen Gebieten kommen Alarmzeichen: aus der Ukraine an der Westgrenze ebenso wie aus Tadschikistan in Zentralasien und aus den Republiken des Baltikums.

Der Abschied des Marschalls

Die Völker Asiens scheinen ihrer Helden müde zu sein. Mit Präsident Ayub tritt nun abermals eine dominierende Figur von der politischen Bühne ab.

Die Not wächst in Jordanien

Die ganze Nacht über hatten eisige Stürme getobt; nun hagelt es. Wenn das so weitergeht, wird selbst noch das Hotel "Intercontinental" unter einer Sintflut begraben werden.

Entlarvte Propaganda

Winston S. Churchill, der Enkel des großen Premiers, flog im Auftrag der Londoner "Times" auf den nigerianischen Kriegsschauplatz.

Neuer Krieg in Nahost?

Schon zur letzten Jahreswende mutmaßten manche Israeli: Der nächste Waffengang kommt bestimmt, und zwar schon bald, im Sommer 1969.

Prominenz – nicht gefragt

Im alten Adenauer-Wahlkreis hatte Parteivorstands-Mitglied Annemarie Renger keine Chancen – die SPD setzt auf einen jungen Außenseiter

Germanisierung droht

Es begann damit, daß deutsche Kollegen dem Korrespondenten der "Libre Belgique" erklärten, von belgischen Truppen in der Bundesrepublik sei ihnen nichts bekannt.

Ohne die NPD nach Kopenhagen

Eine Delegation des schleswig-holsteinischen Landtags folgt vom 12. bis 15. März einer Einladung des dänischen Folketingspräsidenten und wird dem Kopenhagener Reichstag einen Besuch abstatten.

Das Urteil über das Urteil

Auschwitz bleibt ohne Folgen, zumindest ohne richterliche Folgen. Ein Nachspiel findet nicht statt. Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofes verwarf die fast 200 Verfahrensrügen von Anklage und Verteidigung gegen jenen ersten Prozeß, der um Auschwitz, seine Mörder und seine Ermordeten, geführt worden war.

Schwarz wie Alois

Sein Wahlspruch: Bayern über alles – Minister Hundhammer begibt sich aufs Altenteil

Ayub Khan dankt ab

Nacht zehn Jahren Wohlstand und "Basis-Demokratie" – Nachfolger noch ungewiß

Wieder Bomben auf Hanoi?

Einheiten des Vietcong und der nordvietnamesischen Streitkräfte haben seit dem Wochenende in Südvietnam mehr als hundert Städte, Dörfer und alliierte Stützpunkte mit Raketen, Granatwerfern und leichten Infanteriewaffen beschossen.

Luftkämpfe über Damaskus

Erstmals seit Ende des Nahostkrieges im Juni 1967 haben israelische Flugzeuge am Montag die Waffenstillstandslinie in Richtung Syrien überflogen und dort zwei wichtige Lager der arabischen Widerstandsorganisation "El Fatah" bombardiert.

Dokumente der ZEIT

Ich möchte heute einige Minuten darauf verwenden, Ihnen einige meiner Gedanken über die Partnerschaft mitzuteilen. Erstens darf man nicht erwarten, daß Partner stets einer Meinung sind.

Nixon will eine neue NATO

US-Präsident Nixon hat bei seiner Ankunft in Brüssel am Wochenanfang die Solidarität mit den NATO-Partnern bekräftigt und ihnen Konsultationen vor Beginn des amerikanisch-sowjetischen Abrüstungsdialogs versprochen.

Erklärung II

Herr Peter Weiss, der Größt-Sozialist vor der bürgerlichen deutschen Presse, hat uns unter dem Datum vom 20. Februar 1969 mitgeteilt, daß unsere Verlagsgründung eine Utopie und ein Kompromiß im bürgerlichen Verlagsgeschäft ist.

Skandalös?

Fest steht, daß Heidelberg mit der Neuenfels-Inszenierung von Peter Tersons "Zicke Zacke" einen recht handfesten Skandal provozierte, der – man kennt das – "sein Nachspiel" haben wird.

Ein Verlag der Autoren

Die Beschreibung einer Verfassung, ein Kommentar und zwei Erklärungen Wenn nicht Peter Weiss doch noch mitmacht, schrieben wir in der vorigen Woche – wenn nicht Peter Weiss doch noch mitmacht, müßte der genossenschaftliche Theaterverlag, den der bisherige Suhrkamp-Lektor Karlheinz Braun und eine Reihe von Bühnenautoren im April gründen wollen, nicht nur mit der Schwierigkeit fertig werden, daß die Beteiligten nicht mehr in ihr Experiment einbringen können als die Hoffnung auf ihre noch ungeschriebenen Stücke, er müßte außerdem ganz ohne jene Autoren auskommen, denen die von Braun aufgebaute Theaterabteilung des Suhrkamp-Verlags vor allem ihren Erfolg verdankte.

Erklärung I

Im Zusammenhang mit Pressemeldungen über das Ausscheiden des Dr. Karlheinz Braun aus dem Theaterverlag Suhrkamp wurde auch meine Stellung im Suhrkamp-Verlag erwähnt.

Kunstkalender

Die Bildergeschichten sind eine Art abstrakter Comic Strip, sie erzählen, was mit einer Form passiert, was ihr zustößt, zu welchen Mutationen sie gezwungen wird, während sie von Feld zu Feld bis zum 12.

ZEITMOSAIK

Der Ausweis eines Zugehörigen ist heute: eine Unterschrift gegen Vietnam, eine Witzelei gegen Bonn oder wenigstens eine Zitierung des meist nachgeplapperten goldenen Wortes dieser Jahre: daß man "nach Auschwitz" und so weiter und so weiter .

Ein Realist, auf Wunder wartend

Der Name Reinhard Onnasch wurde bislang kaum mit Kunst in Verbindung gebracht, sondern mit leeren oder möblierten Zimmern, Häusern, Wohnungen, Villen: Der junge Wahl-Berliner aus Kiel gehört zu den erfolgreichsten Immobilienkaufleuten Westberlins.

Isang Yuns Oper "Träume"

Es kann keine Rede davon sein, daß die Nürnberger Uraufführung von Isang Yuns Oper "Träume" aus außerkünstlerischen Gründen hochgespielt worden ist.

Ein Anpassungsmuster

Er ist bestimmt ein guter Typ, der Peter O. Chotjewitz, ein wenig geschwätzig vielleicht, aber sonst in Ordnung. Ich finde gar nicht, daß es bei einem Schriftsteller gleichgültig ist, wie er aussieht, wie er sich aufmacht, wie er auftritt und lebt, was er sagt, wenn er sich außerhalb seiner Bücher vernehmen läßt.

Schauplatz der Gefühle

Als William Gerhardies Roman "Of Mortal Love" in England erschien, hätte sich die deutsche Übersetzung kaum gelohnt. Denn Gerhardie nahm damals, 1936, Hitler und die anderen Diktatoren als den gruseligen Plauderstoff, den sie für aufgeklärte Angelsachsen abgaben.

Bruchstücke einer großen Konfusion

in großer Zahl exzerpieren. Aus den Texten herausgelöst, gleichen sie den Meldungen, die in den Zeitungen unter "Vermischtes" oder "Lokales" stehen: Mitteilungen über Vorfälle, die deshalb als interessant gelten, weil sie keine Normalfälle zu sein scheinen.

ZU EMPFEHLEN

FÜR Österreicher und andere Wiener, für Anhänger des Hauses Habsburg, Berlin-Gäste, persönliche Freunde von H. C............

Korea - Land des Wirbelwinds

Ein Koreaner, der vor vierzig Jahren in Deutschland studierte, erzählte mir, daß man ihn, wenn er die Frage nach seinem Herkunftsland mit "Korea" beantwortet habe, oft für einen Korsen hielt, denn Korea war in Deutschland kein Begriff, und Korsika war auch weit genug entfernt.

Wiedersehen mit Potsdam

Irgendwann bei seiner "Wiederbegegnung mit Potsdam" (so der Untertitel des Buches) und mit der Mark muß dem Autor die Idee von der besonderen Form der Darstellung gekommen sein, wenn nicht schon vorm Antritt der Reise.

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