Feiern wir doch einmal das Regelmäßige: Seit 20 Jahren finden die Leser der ZEIT im Wirtschaftsteil eine Zeichnung von H. E. K., die "den Nagel auf den Kopf trifft". Im März 1949 fing unser Zeichner anläßlich der Leipziger Messe diese Mitarbeit an. Seither haben sich sein Geist, sein Witz, seine Kunst von Woche zu Woche bewährt.

Später hat H. E. Köhler dann auch als politischer Karikaturist seine Mitarbeit bei der FAZ begonnen, so daß ihm auch dort beizeiten das Lob des Regelmäßigen, Unerschöpflichen, des Einfallsreichtums gesungen werden muß. Im allgemeinen feiert man runde Geburtstage oder prominente Titel, aber Köhler ist ohne Alter – also jung und Professor außerdem seit vielen Jahren.

Als ich den jungen Köhler in Berlin kennenlernte, fiel mir die Eleganz seiner Zeichnerkunst auf, die genau das vermied, was damals am meisten gefragt war: das Patriotische. Die Eleganz ist geblieben, aber Köhlers Kunsthandschrift ist stets sensibler geworden, sparsamer, sozusagen im Schweigen beredsamer.

Dankbar zu sagen, daß er ein treuer, nobler Mensch ist, zurückhaltend, hilfsbereit, aufmerksam, gehört wohl in den Zusammenhang über 20 Jahre Zusammenarbeit. Gratulieren wir uns also zu H. E. K. J. M.-M.