Maurice E. Stans, amerikanischer Handelsminister, wird vom 11. bis 26. April Europas Hauptstädte besuchen. Stans zentraler Auftrag ist es, Fragen des Welthandels, insbesondere der protektionistischen Tendenzen, zu erörtern. In Amerika wird die Mission des Handelsministers als erster Schritt Nixons interpretiert, die amerikanische Welthandelspolitik unter die zentrale Kontrolle des Ministers zu stellen. Bisher wurde die amerikanische Handelspolitik von einem Sonderbeauftragten gemacht.

Papst Paul VI. gab die Gründung eines Vatikan-Fonds für die Entwicklungshilfe in Südamerika bekannt. Der Vatikan gründete diesen Fond als ersten in der Kirchengeschichte mit einer weltlichen Bank, der Inter-American Development Bank. Für den Anfang beschaffte der Vatikan eine Million Dollar aus dem Verkauf von Kirchenbesitz in Paris. Die erste Million ist allein für das Land reserviert, das Paul VI. im vorigen Jahr bereiste: für Kolumbien.

Gustav Scholz, ehemaliger Europameister im Boxen, betätigte sich Ende 1965 in Berlin als Schnapshändlerund mußte sich jetzt dafür vor Gericht verantworten. Scholz hattefür sich und neun Bekannte und Verwandte, denen er die Kaufsumme lieh, je 996 Flaschen Weinbrand im Dezember 1965 eingekauft. Ab 1. Januar 1966 galt eine höhere Branntweinsteuer. Von der Nachversteuerung war befreit, wer nicht mehr als 1000 Flaschen auf Vorrat hatte. Scholz veräußerte seine Vorräte später wieder mit Gewinn. Er wurde von der Anklage der Steuerhinterziehung freigesprochen, weil nicht nachgewiesen werden konnte, daß ihm die neun Beteiligten nur als Strohleute gedient hätten.