Zwei Neuerungen werden die Fernsehzuschauer beim Wahlkampf in diesem Jahr feststellen können und voraussichtlich mißbilligen. Alle Parteien zusammen werden nur mehr 77 Minuten für Wahlkampfwerbung zur Verfügung haben – statt 130 Minuten, die es noch 1965 waren. Folge: die Möglichkeiten der modernen Technik werden nicht genutzt, statt dessen wird ein langweiliger, strapaziöser Wahlkampf von der zweiten und dritten Garnitur auf alle Dörfer getragen.

Zweitens wird die CSU zum ersten Mal nicht mit der CDU zusammen werben, sondern hat extra Sendezeiten zugesprochen bekommen. Nicht etwa, weil ihr extra viel einfällt, sondern weil sie Sendezeit schinden will. Folge: die durch die Schwesterpartei nicht mehr gebremste CSU wird den Bayernschreck bis in den hohen Norden tragen. Dff.