Die amerikanische Regierung hat in der vergangenen Woche einen Weiteren Beweis dafür geliefert, daß es ihr mit der Bekämpfung der Inflation tatsächlich ernst gemeint ist: Das Pentagon, das amerikanische Verteidigungsministerium, hat seine Ausgaben für das Jahr 1970 um nicht weniger als 613 Millionen Dollar gekürzt und damit zu einer erheblichen Entlastung des Gesamtbudgets beigetragen. Für das laufenden Fiskaljahr hat sich der amerikanische Verteidigungsminister mit Mehrausgaben von nur 50 Millionen Dollar zufriedengegeben und damit seine ursprünglichen Forderungen um über 50 Millionen Dollar reduziert. Die Sparmaßnahmen des Pentagon scheinen nicht einmal vor den B-52-Bombern haltgemacht zu haben, die im Vietnamkrieg von großer Bedeutung sind.

Die Verringerung der Staatsausgaben kommt also nicht nur der De-Eskalation der Inflation an der Heimatfront zugute; sie führt im Zweifel gleichzeitig zu einer De-Eskalation auf dem vietnamesischen Kriegsschauplatz. Zumindest wird man diese Hoffnung hegen dürfen. b.