Eine Hiobsbotschaft für Pot-Raucher, LSD-, Mescalin- und Heroinverbraucher: Der Verdacht, daß alle diese Rauschdrogen Mißbildungen an Nachkommen hervorrufen können, ist in Experimenten mit Hamstern bestätigt worden.

Dr. William F. Geber, Pharmakologe am Medical College of Georgia, hat trächtigen Goldhamsterweibchen am achten Tag der Schwangerschaft die berauschende Substanz in einer einzelnen Injektion unter die Haut gespritzt. Am zwölften Gestationstag wurden die Tiere getötet, der Embryo enfernt und einige Tage lang in Formaldehyd aufbewahrt, bis eine Verhärtung der Gewebe eintrat. Dann wurde der Fötus untersucht.

Das Ergebnis: Die Embryos der Tiere, die eine Rauschdroge erhalten hatten, waren signifikant häufiger mißgebildet als die Föten von Kontrolltieren, die unter den gleichen Bedingungen gelebt hatten, sich im gleichen Schwangerschaftsstadium befanden, jedoch nur eine Injektion mit einem neutralen Stoff erhalten hatten. Je größer die Rauschgiftdosis, desto größer war die Zahl der Embryos mit Mißbildungen. Die Art dieser teratogenen Schäden jedoch war dosisunabhängig. Sie war auch unabhängig davon, ob das trächtige Tier Heroin, Marihuana, LSD oder Mescalin erhalten hatte. Es hat den Anschein, so folgert der Wissenschaftler aus seinen Versuchsergebnissen, daß alle diese Stoffe denselben Mechanismus auslösen, der zu fötalen Abnormitäten führt.

V. G.