Woran ist die Nordstahl AG gescheitert? Nach Aufzählung der sachlichen Differenzen hatte die ZEIT (Nr. 13), auf einen zuverlässigen Informanten gestützt, geschrieben: "Als die Duisburger dann noch andeuteten, daß Klöckner den Vorsitz sowohl im Aufsichtsrat als auch im Vorstand haben müsse, sank die Fusionsbereitschaft der Partner auf den Nullpunkt."

Hans-Jörg Sendler Vorstandssprecher der Klöckner-Werke AG, betont dagegen, daß die Fusion der drei Hüttenwerke Klöckner, Ilsede und Salzgitter nicht daran gescheitert sei, daß Klöckner den Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitz für sich beansprucht habe. Über personelle Fragen sei "noch gar nicht gesprochen worden".

Aus der Sicht der Klöckner-Delegation habe der Schuldenberg der Salzgitter AG zum Scheitern des Projekts Nordstahl geführt, da dieser eine zu hohe Belastung für das neue Unternehmen dargestellt hätte.