Während ein Immobilienmakler in Berlin hingeht und ein zusätzliches Geschäft mit mobilen Kunstwerken macht, versucht der mobile Fernsehfilmproduzent Gerry Schumm, der mit einem Kleinbus durch die Lande zieht, sein Glück mit immobiler Kunst. Seine "Fernsehgalerie", die erste dieser Art in der Welt, wird ihr Debüt am 15. April (22.40 Uhr) mit einer Sendung im 1. Programm des Senders Freies Berlin geben – mit acht Filmstreifen über die neue "Land Art", die vom Standpunkt des Sammlers nur den einen "Haken" hat, daß sie weder gegen Geld noch gute Worte zu haben ist, von einer Rücknahmegarantie ganz zu schweigen. Es handelt sich um Arbeiten von Boezem, Dibbets, Flanagan, Heizer, Long, De Maria, Oppenheim und Smithon, die eigens und ausschließlich für das Fernsehen hergestellt wurden.

Der Künstler und Schalk Timm Ulrichs aus Hannover, der sich vor einigen Jahren als lebendes Kunstwerk empfahl und dafür einen Gebrauchsmusterschutz bei einem Amtsgericht in Hannover erwirken konnte, hat einen "totalkunst(malerei)betrieb" gegründet, der Reinigungs-, Instandsetzungs- und Umbau-Arbeiten aller Art in Galerien, Museen, Theatern und Privathäusern übernimmt. Angebote an Timm Ulrichs, 3 Hannover 1, Postfach 6043.

Aus Anlaß ihres zehnjährigen Bestehenshat die Galerie Brusberg eine Mappe von zehn Graphiken der von der Galerie vertretenen zehn besten Graphiker herausgegeben, die bis zum 1. April zum Subskriptionspreis von 1000 Mark zu haben war, danach 1500 Mark. Die Subskriptionsfrist ist für ZEIT-Leser bis zum 15. April verlängert worden. Es handelt sich um Radierungen, Lithographien und Siebdrucke von Gerhard Altenburg, Erich Hauser, Arnold Leissler, Wolfgang Oppermann, Bernard Schultze, Kumi Sugai, Rolf Szymanski, Joe Tilson und Paul Wunderlich, die als Einzelblätter einen Handelswert von zusammen 2000 Mark haben. Auflage 100 Exemplare, signiert und numeriert. Format 67×53 Zentimeter. Hannover, Friedrichswall 13.

Frühlinnksanfang heißt ein ausgefallener Einfall Stefan Wewerkas, der von der Kölner Galerie Tobies & Silex vorgestellt wird. Hinter diesem in kindlich-falscher Orthographie gehaltenen Titel verbergen sich zwölf kartonierte, zu einem Kinderbuch gefaßte Seiten im Format 18×19 Zentimeter mit sechsfarbigen Filzschreiber-Zeichnungen. "Frühlinnksanfang erscheint im Tauch-Verlag, Köln. Herausgeber ist Rudolf Rieser, Auflage: 3000 Stück, alle signiert, zu jeweils 6,50 Mark. Fünfzig Exemplare – für Sammler – sind von Hand überzeichnet und kosten jeweils 50 Mark. Köln, Albertusstraße 50.

Vom 27. April bis zum 5. Mai, alsoparallel zur Industriemesse Hannover, veranstalten die norddeutschen Kunsthandelsverbände der Hansestädte und Schleswig-Holsteins im Schloß Hannover-Herrenhausen die Erste Kunst- und Antiquitätenmesse – als Pendant zur Münchner Kunstmesse, die regelmäßig im Herbst stattfindet. Wie in München soll auch in Hannover eine Jury über Zuschreibung und Echtheit der ausgestellten Stücke wachen.