Die mit Prognosen traditonell zurückhaltende Metallgesellschaft AG, Frankfurt/Main, kann mit dem Geschäftsjahr 1967/68 (30. 9.) recht zufrieden sein. Nach dem Rückgang des Konzernumsatzes um sechs Prozent im Rezessionsjahr 1966/67 ist wieder ein Anstieg um neun Prozent auf 3,6 Milliarden Mark zu verzeichnen, der – wie die Verwaltung ausdrücklich feststellt – nur unwesentlich auf Preiserhöhungen im Metallbereich zurückzuführen ist und daher einer echten Leistungssteigerung entspricht. Allerdings hatte die Ertragskraft auch im Vorjahr nicht unter dem Umsatzrückgang gelitten. Auf die Frankfurter Muttergesellschaft entfielen 2,68 Milliarden Mark des Umsatzes.

Mit der Umsatzausweitung ging eine kräftige Erhöhung der Verbindlichkeiten Hand in Hand. Sie stiegen um rund 100 auf 361,7 Millionen Mark. Zwar stehen ihnen eine Erhöhung der Beteiligungen sowie eine Zunahme der flüssigen Mittel gegenüber, dennoch wäre eine Kapitalerhöhung zur Verbesserung der finanziellen Struktur nicht ausgeschlossen.

Die Erhöhung der Verschuldung hat den Zinsaufwand um 4,24 Millionen Mark auf 16,94 Millionen steigen lassen, ein Betrag, der zu einer Dividendenerhöhung um zwei Prozent ausgereicht hätte. Damit wäre die Metallgesellschaft mit der Bedienung ihrer Aktionäre auf der gleichen Höhe wie die Degussa oder die Großchemie.

Die Gesellschaft, an der die Dresdner Bank und die zu Siemens gehörende Allgemeine Verwaltungsgesellschaft für Industriebeteiligungen mbH. mit je einer Schachtel von 25 Prozent beteiligt sind, legt zum erstenmal eine Konzernbilanz vor. Dabei wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nominalkapital und den Rücklagen der Beteiligungsgesellschaften auf der einen Seite und dem Buchwert in der konsolidierten Bilanz auf der anderen Seite als offene Rücklage ausgewiesen. Mit 86,9 Millionen Mark macht er etwas mehr als ein Drittel der gesamten offenen Rücklagen aus. Auch ein tabellarischer Überblick über die Zusammensetzung des Konzerns ist diesmal dem Geschäftsbericht der Gesellschaft beigefügt. mh