Ebenso wie die deutsche chemische Industrie, die 1968 einen Umsatzzuwachs von 14,9 Prozent erreichte, haben auch die großen Chemieunternehmen der Schweiz 1968 die Zuwachsraten des Vorjahres beträchtlich überschreiten können. Die Ciba AG in Basel verzeichnete eine Umsatzsteigerung um 14 Prozent, die sowohl vom Schweizer Stammhaus als auch von den ausländischen Beteiligungsgesellschaften erreicht wurden.

Das Schwergewicht der Geschäftstätigkeit liegt nach wie vor auf dem pharmazeutischen Gebiet, auf das 1968 1,07 Milliarden Franken oder gut 40 Prozent des Umsatzes entfielen. Mit 856 Millionen Franken oder 32 Prozent des Umsatzes sind Farben und Zwischenprodukte die zweitgrößte Sparte des Unternehmens, das zwar für 1968 zum erstenmal eine konsolidierte Bilanz veröffentlicht hat, in schweizerischer Bescheidenheit jedoch nach wie vor Einzelheiten wie etwa Steuern und Exportquoten verschweigt. Dennoch läßt sich nicht leugnen, das jetzt auch die traditionell verschlossenen Schweizer Verwaltungen ihren Aktionären einen tieferen Einblick in ihre Unternehmen gewähren.

Für Forschungskosten wandte der Konzern rund 233 Millionen Franken auf. Auf den Weltumsatz bezogen sind das fast neun Prozent des Umsatzes. Das Schweizer Stammhaus allein, auf das mehr als die Hälfte des gesamten Forschungsaufwandes entfiel, setzte sogar 13,5 Prozent des Umsatzes für die Forschung ein, ein Prozentsatz, der mehr als doppelt so hoch ist wie bei den deutschen Chemieunternehmen, die in der Regel zwischen vier und fünf Prozent für diesen Zweck auswerfen. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, daß bei keinem der Großen Drei in der Bundesrepublik die Pharmazie einen so hohen Umsatzanteil wie bei der Ciba erreicht. In der deutschen Arzneimittelindustrie liegt der Forschungsaufwand, am Umsatz gemessen, ebenfalls wesentlich höher als in der Gesamtchemie. mh