Handbücher für Autopflege und Reparaturen sind in den letzten Jahren zu heimlichen Bestsellern deutscher Fachbuch-Verlage geworden. Eine der erfolgreichsten Reihen "Jetzt helfe ich mir selbst" (Dieter Korp, Motor-Buch-Verlag) hat es in fünf Jahren auf 23 Bände (für jeweils ein Automodell ein Handbuch) mit einer Gesamtauflage von rund einer Million Exemplare gebracht.

Die hohe Auflage beweist, daß deutsche Autofahrer an ihren Autos basteln. Freilich, es ist oft weniger der Spaß am eigenen Wagen, der zum Kauf eines Handbuches verlockt, als vielmehr der Ärger mit der immer komplizierter werdenden Technik. Die Autofabriken preisen ihre neuen Wagen und raffinierten technischen Entwicklungen gern an. Doch die Betriebsanleitungen enthalten oft nur ein Minimum an sachlicher Information, ganz zu schweigen von Reparaturanleitungen auch nur für die einfachsten Arbeiten.

Die Autofahrer werkeln indessen munter drauflos und vertrauen dabei auf die oft nicht immer von ausgezeichneten Fachleuten geschriebenen Handbücher der Motorverlage, die inzwischen Anleitungen für alle in größeren Serien produzierte deutschen und ausländischen Wagen herausgebracht haben. Von dem Do-it-yourself-Boom profitieren inzwischen auch Werkstätten – allerdings nur die, die sich auf die Hobby-Schlosser umgestellt haben und ihnen, natürlich gegen Gebühr, mit Werkzeug und gutem Rat zur Hand gehen.