Geschrieben steht: "Wer Banknoten nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Zuchthaus nicht unter zwei Jahren bestraft."

Trotz dieser Drohung, die auf der Rückseite jeder Banknote aufgedruckt ist, gibt es offenbar immer noch Leute, die das Risiko nicht scheuen, Geldscheine in eigener Regie herzustellen.

Im vergangenen Jahr ist, wie die Bundesbank in ihrem letzten Jahresbericht meldet, die Zahl der "angehaltenen Nachahmungen deutscher Zahlungsmittel" wiederum angestiegen – auf 1202 Stück, gegenüber 679 im Vorjahr.

Im Vergleich zum gesamten Banknotenumlauf von gegenwärtig rund 32 Milliarden Mark schlägt der Betrag von 45 000 Mark, der aus privaten Notendruckereien stammt, kaum zu Betrag Mit Sicherheit kostet allein die Falschgeldabteilung der Bundesbank in Frankfurt weit mehr Geld, als durch ihre Tätigkeit wieder hereinkommt.

Den besten Schutz gegen "Blüten" bietet das in seinen Einzelheiten als Staatsgeheimnis gehütete Herstellungsverfahren der Banknoten:

  • In erster Linie sind es Papierfehler, an denen sich Fälschungen erkennen lassen. Bisher scheint es noch keinem Fälscher gelungen, das Papier zu imitieren, wie es von der Papierfabrik Luisenthal (Gmund am Tegernsee) hergestellt wird, deren Produktion einer lückenlosen Kontrolle unterliegt.
  • Eine besondere Schwierigkeit bietet die Nachahmung des Kopfwasserzeichens, das in das Notenpapier eingearbeitet wird.
  • Eine weitere Hürde ist der metallische Sicherheitsfaden, der sich im linken Drittel der Banknoten befindet.
  • Praktisch unmöglich ist außerdem die Nachahmung des sogenannten Iris-Druckverfahrens, das fließende Farbübergänge ermöglicht, wie sie für deutsche Banknoten charakteristisch sind.

Derzeit sind offenbar nur die Bundesdruckerei und die Münchner Druckerei Giesecke & Devrient in der Lage, den Qualitätsansprüchen der Bundesbank zu genügen. Im Vergleich zu den Stahlstichen, wie sie diese beiden Druckereien liefern, fallen die wenigen "Blüten", die festgehalten werden konnten, deutlich ab.