Wirtschaft

VW/NSU: Lohn der Opposition

Ain 26. April werden die Aktionäre der NSü Motorenwerke AG in Neckarsulm endgültig darüber entscheiden, ob. "ihr Unternehmen" unter die Fittiche d%s großen Bruders VW kommt.

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DIE ZEIT

Scheels neue Zöpfe

Auf den ersten Blick erinnert die FDP-Wahlkampfplattform, die jetzt vom Präsidium verabschiedet und der Presse übergeben wurde, an die Reden Willy Brandts aus dem Jahre 1961: Der sachliche Gehalt ist stark von Fortschrittslyrik überwuchert.

Donner und Dampf

Einen flüchtigen Augenblick lang sah es so aus, als hätte der Godesberger Parteitag der Sozialdemokraten der Großen Koalition einen heftigen Stoß versetzt und ihren rapiden inneren Verfall eingeläutet.

Dubček war die letzte Hoffnung

Nun ist in der ČSSR das, was die Sowjets unter "Normalisierung" verstehen, eingetreten: die Presse wird scharf zensiert, ausländische Zeitungen werden beschlagnahmt, westliche Sender gestört.

Noch kein Kompromiß

Die Nachrichten aus dem belagerten Biafra verkünden Unheil: Nigerianische Soldaten stehen unmittelbar vor Umuahia...........

Erhards Wundertüte

Ludwig Erhard, dem hierzulande so schnell Vergessenen, gelingt es heute offenbar nur noch in fernen Ländern, von sich reden zu machen.

Die Marschälle und die Macht

Es gab eine Zeit, da konnte Charles Bohlen, einer der gründlichsten amerikanischen Rußlandkenner, seinem Präsidenten mit aller Bestimmtheit erklären: "Die Rote Armee hat in der Sowjetunion ungefähr soviel zu sagen wie in den Vereinigten Staaten die Heilsarmee.

Politischer Zirkus in Frankfurt

Als der blonde Bartträger im Gallus-Saal an der Frankfurter Frankenallee 111 seine "linkssozialistische Zeitung" gratis auf die bierverschmierten Tische legen wollte, stoppte ihn ein älterer Saalschützer.

Ingenieure aller Länder...

Die Studenten der nordrhein-westfälischen Ingenieurschulen – und demnächst womöglich alle ihre Kommilitonen in der Bundesrepublik boykottieren ihre Vorlesungen nicht, weil sie Staat und Gesellschaft an den Kragen wollen.

ZEITSPIEGEL

"Wir stehen vielleicht am Rande eines neuen schrecklichen Krieges. Noch immer ist es für Araber und Juden, möglich, zurückzugehen und in demselben Land zusammenzuleben wie in der Zeit, in der wir alle Söhne Abrahams waren .

Neue Herrschaft auf dem Hradschin

Keinen Zentimeter werde ich in prinzipiellen Fragen zurückweichen." Hart und unbequem für Freunde und Gegner hat Gustav Husak am 16.

Letzte Worte der "Listy" (3. April 1969)

Die historische und geographische Lage der Tschechoslowakei reicht allein schon, die Krisen und Tragödien auszulösen, in denen sich das Dilemma zwischen Mut und Kapitulation immer wieder neu stellt.

Sturm auf Bonn

Die Geschichte der Kandidatenauslese für den neuen Bundestag ist in diesem Jahr die Geschichte vom Aufstieg unbekannter und vom Fall bekannter Bewerber.

Zwischen zwei Übeln

Immerhin geht nun der Fall Nordirland in die große Politik ein. Der Einsatz der in Nordirland ständig stationierten britischen Truppen zur Aufrechterhaltung der Versorgung hat es endlich auch dem Zentralparlament in Westminster ermöglicht, überhaupt etwas zu dem Bürgerrechtskampf zu sagen.

Nixon lüftet ein Geheimnis

Als Präsident Nixon in seiner letzten Pressekonferenz zum Luftzwischenfall mit Nordkorea bewaffneten Geleitschutz für die amerikanischen Erkundungsflugzeuge ankündigte, aber von einer direkten Vergeltung Abstand nahm, teilte er ganz beiläufig mit, die Amerikaner hätten genau gewußt, was die Nordkoreaner zur Zeit des Abschusses auf ihren Radarschirmen beobachten konnten.

Zager Optimismus

Wenn man bedenkt, daß auf der sowjetischen Seite eine riesige Organisation steht, nämlich der "Verband sowjetischer Gesellschaften für Freundschaft und kulturelle Verbindungen mit dem Ausland", in diesem Lande aber nur zwei Männer alle Arbeit geleistet haben, dann staunt man darüber, daß die Gesellschaft zur Förderung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sowjetunion (UDGF) tatsächlich zustande gekommen ist.

Der Terror wird kommen

Seit zwei Jahren hält sich die Diktatur der griechischen Obristen im Sattel. Doch der Widerstand im Volke ist nicht erlahmt.

Wassilis Filias:: Widerstand im Namen Europas

Die Abschaffung der politischen Freiheiten unter Duldung durch befreundete Länder war für die Griechen undenkbar. So muß man sich auch die abwartende Haltung erklären, die das griechische Volk im ersten Jahr der Diktatur eingenommen hat, da es einen entscheidend wirksamen internationalen Druck als selbstverständlich ansah.

Andreas Papandreou:: Das Prag der NATO

Es gibt aber etwas noch Schlimmeres. Die Obristen haben den fremden großen Konzernen die Tore zur nackten Ausbeutung unseres Volkes weit geöffnet und Griechenland so in eine Kolonie verwandelt.

Der heimliche Rivale

Noch nie ist bei einer Wahl oder einer Volksabstimmung in Frankreich so ernsthaft die Frage nach Rücktritt oder Verbleib von General de Gaulle aufgeworfen worden wie jetzt am 27.

Im Jemen ruhen die Waffen

Im Herbst 1962 brach im südarabischen Jemen ein Bürgerkrieg aus. Nasser freundliche Offiziere unter Oberst Sallal stürzten den Imam Mohammed el-Badr.

Geldsegen für die Radikalen

Die Parteistrategen basteln an den Startklötzen für das Rennen um die 38,5 Millionen Bundestagswähler. Aber die Gleichheit der finanziellen Startbedingungen ist für die kleinen Parteien und die politischen Splittergruppen noch immer nicht gegeben.

Nordirland – ein Fall für die UN?

In die bürgerkriegsähnlichen Wirren in Nordirland haben sich Großbritannien und die Irische Republik eingeschaltet: Die britische Regierung beabsichtigt, reguläre Truppen nach Nordirland zu entsenden, die dort "wichtige" Einrichtungen des öffentlichen Lebens bewachen, nicht aber gegen Demonstranten kämpfen sollen.

Dokumente der ZEIT

Kann die Partei ohne die Durchsetzung dieses Prinzips (ihrer führenden Rolle) auch in den Gewerkschaftsorganen die Verantwortung für das ganze Leben und für alle Fragen tragen? Unsere Toleranz ging so weit, daß die Menschen im Apparat machten, was sie wollten.

Biafra gibt nicht auf

Biafra. hat et abgelehnt, "eine Unabhängigkeitserklärung vom 30. Mai 1967 zu widerrufen, um damit eine Waffenruhe und Friedensverhandlungen mit der Zentralregierung in Lagos herbeizuführen.

Prager Tragödie – 2. Akt

21. August 1968: Die Sowjetunion, Polen, Ungarn, Bulgarien und die DDR versuchen, den Prager Reformkurs durch Besetzung der ČSSR zu stoppen.

Nixon warnt Nordkorea

Seiner klaren Warnung an die Adresse Pyongyangs, neue Angriffe auf amerikanische Nachrichtenschiffe und Aufklärungsflugzeuge würden künftig unverzüglich mit militärische Gegenschlägen beantwortet werden, hat Präsident Nixon unmißverständliche Taten folgen lassen: Im Japanischen Meer, Tor der 400 Kilometer langen Küste Nordkoreas, versammelt sich bei Wochenbeginn die größte US-Armada seit Ende des Korea-Krieges vor 16 Jahren.

Bonn packt "heiße Eisen" an

Nach einer kurzen, aber heftigen Aufwallung gegenseitigen Mißbehagens, die der Bundesparteitag der SPD und die Reaktion der Unionsparteien verursacht hatten, fand die Große Koalition zu sachlicher Arbeit zurück.

Der Fall Werner Egk

Herr Professor Werner Egk, der berühmte Komponist, hatte kein Verständnis für den Zorn eines jungen Mannes; am 27. Februar erwirkte er eine Einstweilige Verfügung gegen den Carl Hanser-Verlag in München und gegen den in Amsterdam lebenden Komponisten Dr.

Droht eine Diktatur der Präsidenten?

Der Versuch unreformierter Landeskultusverwaltungen, reformierte Hochschulgesetze zu formulieren, hat verteufelte Ähnlichkeiten mit dem bekannten Münchhausen-Manöver, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen.

Manche lieben Heinrich Heine

Man frage nicht, warum: Ich gehe jedenfalls durch den Hofeingang in den Grand Palais, in dem die Pariser Bibliothèque Nationale untergebracht ist, sozusagen durch die Hintertür.

ZEITMOSAIK

Als er seinen ersten Roman schrieb, "Krieg", 1928, ging eine nationalistische Welle durchs Land: Eine Nation suchte eine Niederlage in einen Sieg zu verklären, "Krieg" paßte den Heroenmalern gut ins Konzept.

Wie war Leviné?

Ein Briefwechsel zwischen Tankred Dorst und der Witwe des Münchner Räterevolutionärs

Rotmord im Fernsehen

Vor der Sendung forderte der Sprecher des WDR die Zuschauer auf, ihr Gerät jetzt noch genau einzustellen: was nachher komme, sei kein falsch eingestelltes Bild, Sondern ein neues Verfahren.

Das Wappentier der Republik

Der Veranstalter war etwas sorgenvoll, beinah bekümmert. Er saß in dem neuen, strahlenden Haus, einem Hochhaus für Höheres, modern und luftig gebaut, eine richtige Akademie im Grünen zum immerwährenden Diskutieren – aber die Gäste kamen nur spärlich, tröpfchenweise.

Kunstkalender

Gerhard Marcks hat im Februar, zu seinem 80. Geburtstag, mit Bremen, der Stadt und dem Kunstverein, eine Stiftung vereinbart, die einen großen Teil seiner Plastiken sowie Zeichnungen und Druckgraphik umfassen soll.

Frisch gewagt und nur halb gewonnen

Eine neue Biennale – muß das sein? In einer Zeit, wo die großen internationalen Ausstellungen nicht nur immer mehr unter Beschuß geraten, von links und rechts angegriffen werden, sondern ihr Selbstverständnis, die schöne Überzeugtheit von ihrer Notwendigkeit eingebüßt haben? Die letzte Biennale in Venedig hat die Fragwürdigkeit der Institution ans Licht gebracht, der Nimbus der documenta ist erheblich lädiert, eine nächste, wenn es sie gibt, wird anders konzipiert sein.

Bilder mit und ohne LSD

Mittelpunkt seiner Arbeiten und Untersuchungen gemacht hat, ist Dr. med., Galerist und ausübender Künstler. In seiner Kellergalerie in der Münchner Franz-Joseph-Straße zeigte er in den vergangenen Jahren schon mehrfach Ausstellungen zum Thema "Kunst der Geisteskranken" (nicht, ohne immer wieder darauf hinzuweisen, daß das eine Gleichung mit zwei Unbekannten sei), dann hat er, wenn man so will, die Geschichte umgedreht, hat ein Experiment gemacht mit Künstlern, die freiwillig und unter seiner Kontrolle LSD eingenommen und sich unter diesen ungewohnten Umständen an ihre gewohnte Arbeit gemacht haben.

Gottesmann und Apparatschik

Teils Historie, teils Legende, um phantastische Einfälle vermehrt, erzählt der Roman die Vita des heiligen Ambrosius, der im vierten nachchristlichen Jahrhundert Bischof von Mailand war.

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