Bremen Bis zum 25. Mai, Kunsthalle: "Gerhard Marcks – Bildnisse und Landschaften"

Gerhard Marcks hat im Februar, zu seinem 80. Geburtstag, mit Bremen, der Stadt und dem Kunstverein, eine Stiftung vereinbart, die einen großen Teil seiner Plastiken sowie Zeichnungen und Druckgraphik umfassen soll. Vom nächsten Jahr an wird also auch Marcks ein eigenes Museum haben, das Torhaus neben der Bremer Kunsthalle, die sich häufig für das Werk von Marcks und generell für die figurative Plastik der Gegenwart eingesetzt hat. Das Porträt, Thema der Bremer Ausstellung, ist ein wichtiger, ausgewogener, ein sehr persönlicher Komplex im Gesamtwerk. Marcks hat immer nur seine Freunde porträtiert, Freunde und Angehörige, Leute, die er gern mag, die ihm verwandt sind. Unter den 38 Bildnissen, das früheste Von 1926 die "Maske Maria", das letzte von 1968 seine Tochter Brigitte, gibt es nur zwei Auftragsarbeiten, Heuss und Adenauer, wobei Heuss immerhin zu seinem Freundeskreis aus den Berliner Jahren gehörte; Eine merkwürdige Versammlung von Gleichgesinnten, wie an einem Abend im Hause Marcks, eine kultivierte Gesellschaft mit schöngeistigen Interessen, Gelehrte und Künstler, der alte Ahlers-Hestermann, Graf Luckner, Purrmann, der Rechtsanwalt Haubrich, alte Damen und ein paar junge Mädchen, alle haben sie eine Aura von Würde und Feierlichkeit, für Marcks liegen der Naumburger Dom und das Bauhaus nicht weit auseinander.

Weiterhin im Programm:

Duisburg Bis zum 27. April, Wilhelm-Lehmbruck – Museum: "Frühwerke Wilhelm Lehmbrucks"

Was Paris für Lehmbruck bedeutet hat, daß er hier die entscheidenden Impulse erhalten hat, ist bekannt. Dagegen war die Italienreise, die er 1905 unternommen hat, bisher nur eine kurze biographische Notiz. Die Ausstellung zeigt zum erstenmal die künstlerischen Spuren dieser Reise, Skizzen nach Marc Aurel und den Michelangelo-Skulpturen in der Medici-Kapelle, Straßenszenen aus Neapel.

Hamburg Bis zum 26. Mai, Kunstverein: "Malerei des Surrealismus"

Durch die großen Ausstellungen der letzten Jahre, die unter verschiedenen Namen wie "Labyrinthe" oder "Bereiche des Phantastischen" oder "Die beunruhigten Musen" die gleiche Sache abhandelten, ist der Rahmen für die Hamburger Surrealistenschau abgesteckt. Sie reicht von Arcimboldi und Desiderio bis zu Wunderlich und Schröder-Sonnenstern. Der Hauptakzent liegt bei den Surrealisten aus den 20er und 30er Jahren.