Ain 26. April werden die Aktionäre der NSü Motorenwerke AG in Neckarsulm endgültig darüber entscheiden, ob. "ihr Unternehmen" unter die Fittiche d%s großen Bruders VW kommt. Die Fusion vor! NSU mit det Auto Union GmbH soll nach den gegenwärtigen Plänen von VW so Vollzogen werden, daß den Wolfsburgern mit 59 5 Prozent der Löwenanteil am- Aktienkapital der neuen Gesellschaft zufällt.

Gegen die Fusionspläne opponierte zuletzt eigentlich nur noch die , Israel Britisrr Bank", Tel Aviv, die 13 Prozent der NSU Aktien hält. Ihre Kritik richtete sich weftiger gegen die Fusion, als vielmehr gegen die Ausstattung der Genußscheine, mit denen die alten NSU Aktionäre an den zukünftigen Gewinnen aus den Wankel Lizenzen, beteiligt werden sollen. Zu Beginn dieser Woche zeichnete sich aber bef eits die endgültige Einigung zwischen dem Beauftragten der Bank Dr. Lois Erdl, und der NSU Verwaltung ab: Ap diet jiäjten Aktionäre werden über die Gegaßscheine 70 Prozent aller NSU zustehÄdfi Einnahmen aus den Wankel LizaJzjai ausgeschüttet Der Geattßschein Jili ine Lebensdauer von 15 JahreiilC- & l Die n44vGeseli5chaft und auch das VW WWtwerden, soweit sie WankelPatente ausnutzen, ebenfalls LizenzDurch diese Zugeständnisse an die Opposition werden die Gewinnaussichten der alten NSU Aktionäre- beträchtlich verbessert. Von Ersatzzahlungen für die Absetzung des NSU ModelU K 70 war allerdings nicht mehr die Rede.

Die "Israel British Bank" hatte ihre Position durch ein Abkommen mit der Gruppe Liebernickel zu der auch die Gesellschafter der Wankel GmbH, Felix Wankel und Ernst Hutzenlaub gehören, gestärkt. Zusammen kommen diese beiden Gruppen auf rund 20 Prozent des NSUAktienkapitals. Die Gruppe Liebernickel erklärte, daß man sich "grundsätzlich" den Forderungen der Israel British Bank" anschließen würde.

Als Gegenleistung sicherte die Bank Liebernickel zu, sie werde seine Kandidatur als Vertreter der Kleinaktionäre im Aufsichtsrat der Audi NSU Auto Union AG unterstützen. Um diesen Posten, der ebenfalls ein nachträgliches Zugeständnis der NSU Verwaltung ist, bewarb sich auch Dr. Albers, Vorstandssprecher der "Schutzgemeinschaft der NSU Aktionäre". Die Gemeinschaft repräsentiert nach eigenen Angaben acht Prozent des NSU Kapitak Der größte NSU Aktionär, die Dresdner Bank mit mehr als 15 Prozent des Aktienkapitals, hatte allen Aktionären bereits länge vor den letzten Verhandjungen, empfohlen, der Fusion schon zu den ursprünglichen Bedingungen zuzustimmen.

Bei den Genußscheinen macht die Deutsche Bank die Zustimmung ihrer Kunden allerdings davon abhängig, daß durch verbindliche Zusagen der Steuerbehörden garantiert wird, die "Genüsse" steuerlich nicht höher zu belasten als Aktien. K. B.